Die Unterschriften unter einen neuen Lizenzvertrag mit der Bültel Fashion Group als Nachfolger des ehemaligen Master-Lizenznehmers CMLC sind zwar noch nicht gesetzt. Gleichwohl legte sich Beheim-Geschäftsführer Michael Beheim im Vorfeld der ILM in Offenbach (7. bis 9. September 2019) fest: „Wir bleiben definitiv Lizenzpartner.“ Der neue Vertrag ab 2020 sei auf fünf Jahre ausgelegt.
Michael Beheim verspricht sich einen Schub für die Marke. Der neue Lizenzgeber sei selbst operativ tätig und „sehr nah am Markt“. Künftig würden beide Partner daher „vertriebsorientiert“ denken und „bürokratische Hürden“ der Vergangenheit abbauen. Außerdem solle die Internationalisierung vorangetrieben und bei der Kollektionserstellung intensiver zusammengearbeitet werden. Hinzu komme eine modischere Ausrichtung. Dadurch ließen sich für Camel Active Bags neue Vertriebskanäle erschließen.
Michael Beheim freut sich zudem über die jüngste Entwicklung seiner ältesten Lizenzmarke im Portfolio neben Gabor Bags, Tom Tailor Bags und Tom Tailor Denim Bags. Vor allem die Kleinlederwaren verkauften sich sehr erfolgreich. „Wir verzeichnen zweistellige Zuwachsraten bei Börsen.“ Nachdem im letzten Jahr bereits ein Kleinlederwaren-Präsenter eingeführt wurde, stellt der Lederwaren-Spezialist jetzt zusätzlich ein zweites, etwas kleineres Modell vor.
Beheim: Die Entwicklung der weiteren Lizenzmarken
Die Lizenzmarken Gabor Bags, Tom Tailor Bags und Tom Tailor Denim Bags verzeichneten eine „leicht rückläufige“ Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2019. Die aktuellen Zahlen stimmen Michael Beheim allerdings optimistisch, so dass am Jahresende ein positives Ergebnis stehen könne.
Für das kleine Minus führte Beheim mehrere Gründe an. Zum einen brächen vor allem im Osten Deutschlands die Kleinstkunden aus dem Lederwarenhandel weg. Gleichzeitig stellten sich Key Account-Kunden wie Otto neu auf verzichteten zu Gunsten ihrer Online-Plattform auf gedruckte Kataloge. Dadurch werde der Wettbewerb intensiver. Und nicht zuletzt kürze der Handel zunehmend seine Vororder-Budgets.
Michael Beheim ist allerdings überzeugt, diese Entwicklung durch eine gute Nachlieferfähigkeit auf der Basis von EDI abfedern zu können. „Wir wollen wie in der Vergangenheit den Handel unterstützen und kurzfristiges Nachziehen von Ware ermöglichen.“ Dafür habe man im letzten Jahr auch in die Logistik am Standort Nieder-Roden investiert und das EDI-Team personell verstärkt.