Saisonschlussverkäufe und der Trend zu Preisnachlässen zeichneten seit Jahren die Bekleidungsindustrie am Black Friday aus. Diese würden allerdings die Preise künstlich niederhalten und geringere Löhne nach sich ziehen, so die Bekleidungshersteller Haglöfs und Oy. Auch die Umwelt leidet darunter, denn vieles landet kaum benutzt auf dem Müll. „Außerdem wird es den Marken erschwert, in teurere Materialien […] zu investieren.“ Gemeinsam beruft man sich nun an die Unternehmenswerte und beschließt auch in diesem Jahr, die Onlineshops für Black Friday geschlossen zu halten.
Die schwedische Outdoormarke Haglöfs kritisiert dabei vor allem das Konzept des übermäßigen Konsums. Um diesem Kreislauf aus Rabatten zu entfliehen, müsse man einfach nicht daran teilnehmen, so das Unternehmen. „Wir lehnen es ab, Artikel speziell für Preisnachlässe zu produzieren“, heißt es vom CSR-Manager bei Haglöfs, Jiwon Jang. „Außerdem wissen wir, dass eine Senkung unserer Preise Auswirkungen auf die Arbeiter hat. Aus diesem Grund beteiligen wir uns nicht an Veranstaltungen wie dem Black Friday.“
Es gebe keinen nachhaltigen Konsum, nur den nachhaltigeren, heißt es von Oy, der Schweizer Marke für Surf-, Yoga- und Activewear. „Wir von Oy sehen es als unsere Aufgabe, zu inspirieren und mit gutem Beispiel voranzugehen“, heißt es von Zelia Zadra, Geschäftsführerin von Oy. Deshalb sollen alle Kundinnen und Kunden des Onlineshops am Black Friday auf ein Spendenportal des Projekts „Clean Ocean Project“ weitergeleitet werden. Das Unternehmen spende jeweils einen weiteren Euro an dieselbe NGO mit Sitz in Fuerteventura. Passenderweise startet das Spendenprojekt am 25.11.2022, dem Tag des Black Friday.