Nach Ansicht des Verbands bleibt nachhaltiges Wirtschaften auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine zentrale Aufgabe für Unternehmen und Gesellschaft. Als Beispiele für das Engagement des Handels nennt der HDE das vor 20 Jahren gegründete Deutsche Pfandsystem sowie den wachsenden Second-Hand-Markt. Im Online-Handel werde inzwischen jeder zehnte Euro mit gebrauchten Produkten umgesetzt.
Gleichzeitig warnt der Verband vor einer aus seiner Sicht zunehmenden regulatorischen Belastung der Unternehmen. „Wenn die Politik den Bogen überspannt, würgt sie genau die Investitionskraft ab, die wir für den Wandel dringend brauchen“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Gefordert seien verlässliche und praxisnahe Rahmenbedingungen.
Kritik äußert der HDE insbesondere an der Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR). Zwar unterstütze der Verband die Ziele der Verordnung grundsätzlich, die vorgesehenen Fristen seien für viele Unternehmen jedoch kaum einzuhalten. „Wir brauchen mehr Zeit, um praktikable, europaweit harmonisierte Lösungen zu entwickeln“, so von Preen.
Zum Sustainability & Retail Summit am 16. Juni 2026 werden neben Fachleuten und Bundestagsabgeordneten auch Bundesumweltminister Carsten Schneider erwartet, der die Veranstaltung eröffnen soll.