Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 %. Zum Jahresbeginn war noch ein Anstieg von revidierten +0,3 % gemeldet worden. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Berechnungen mit.
Maßgeblich für die leichte Schrumpfung waren rückläufige Investitionen in Ausrüstungen und Bauten. Dagegen legten sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben zu. Im Vergleich zum Vorjahresquartal blieb das preisbereinigte BIP unverändert (0,0 %). Kalenderbereinigt, also unter Berücksichtigung eines Arbeitstags weniger, ergab sich ein preis- und kalenderbereinigter Anstieg von 0,4 %.
Wie üblich zum zweiten Quartal wurden zudem frühere Ergebnisse überarbeitet. Die Neuberechnungen betreffen Daten ab dem Jahr 2008. Insbesondere für den Zeitraum seit 2021 wurden neue statistische Informationen einbezogen, was zu Abweichungen von bis zu +0,7 Prozentpunkten gegenüber den zuvor veröffentlichten Zahlen führte. Ziel war unter anderem eine genauere Abbildung internationaler Unternehmensaktivitäten.