Am 17. April trafen sich die Verantwortlichen der Messe sowie deren Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff und Vertreter der Tempelhof Projekt GmbH mit Entscheidungsträgern von Marken sowie aus dem Agenturbereich. Es stehe fest, dass die Messe im Sommer stattfinden könne, teilt die Bread & Butter nach dem Branchenmeeting mit. „Das Unternehmen wird saniert und wird in absehbarer Zeit aus der Insolvenz herausgeführt“, stellte zudem der Insolvenzverwalter klar.
Ziel sei es, den Standort Berlin-Tempelhof für das Segment der „Modern Urban Lifestyle Brands & Label“ zu sichern, heißt es seitens der Messe.
Pascal Thirion, Vertreter der Tempelhof GmbH, erklärte: „Der Mietvertrag hat Bestand, wenn die Bread & Butter ihren Verpflichtungen nachkommt.“ Die Messe sei für die Entwicklung von Berlin-Tempelhof als Event Location Vorreiter und Ankermieter gewesen. „Im Interesse aller wünscht sich die Tempelhof Projekt GmbH den Fortbestand der Bread & Butter.“ Nach 2019 gibt es offenbar eine Option für weitere zehn Jahre Mietdauer.
20.000 qm Fläche geplant
Messechef Karl-Heinz Müller: „Nachdem nunmehr alle Voraussetzungen gegeben sind, arbeiten wir mit Hochdruck an der Sommerveranstaltung. Aufgrund der Unsicherheit rund um Bread & Butter bzw. Berlin haben sich viele Marken und Label bzw. Agenturen noch nicht festgelegt. Das Team ist intakt und motiviert. Wir wollen es wissen. 120 Aussteller haben unser Angebot ’Early bird rate‘ angenommen. Das gibt uns Sicherheit. Der Fokus liegt jetzt auf der Überzeugungsarbeit gegenüber unseren langjährigen Stammausstellern bzw. auf der Akquise weiterer Wunschaussteller. Gleichzeitig intensivieren wir mit sofortiger Wirkung unsere Pressearbeit mit den infrage kommenden nationalen sowie internationalen Fachmedien. Die Welt muss wissen, dass wir wiederkommen.“
Für den Sommer wird mit einer Fläche von 20.000 qm gerechnet. Die Messe soll zunächst in den Hangars 5, 6 und 7 stattfinden. Fokus soll auf Denim, Street- und Urbanwear liegen. „Das ist unser Fokus und Aussage. Deshalb wird es keine Konzeption, keine Sortierung nach Clustern in den Hallen geben. So funktioniert Einzelhandel heutzutage. Der Einkäufer muss ein neues Bild vorfinden, muss auf Entdeckungsreise gehen können“, erklärt die Messe.
Zugang zur Messe soll für Fachpublikum erleichtert werden
Mit etlichen Entscheidungen soll Besuchern der Zugang zur Messe erleichtert werden. So soll die Bread & Butter eine reine Fachmesse bleiben. Geplant ist ein neues Online-Ticketing und weiterhin kostenloser Eintritt. Besucher anderer Veranstaltungen, die im Rahmen der Berlin Fashion Week stattfinden, sollen ebenfalls freien Eintritt haben. Blogger und Medienvertreter aus allen Lifestyle Bereichen, unabhängig davon, ob Fach- oder Publikumspresse, seien ausdrücklich erwünscht.
Branchenvertreter aus peripheren Bereichen, wie PR Agenturen, Vertreter der textilen Vorstufe, Shop Interior Design, IT Intelligence Companies etc. seien ebenfalls willkommen und haben freien Zutritt. Das 500 Euro Ticket sei „vom Tisch“.
In der Haupthalle (ehemals Urban Base) soll im Sommer erstmals die Bread & Butter – Startup stattfinden. Zurzeit gebe es dafür rund 150 Bewerbungen. Geplant ist die Plattform als „kreativer Playground auch außerhalb von Mode in der Planung.“
Das Bread & Butter Get Together soll am Abend des 07. Juli 2015, also nach dem ersten Veranstaltungstag, auf Tempelhof statt.
Termine für die Veranstaltungen 2016:
Winter 2016: 19. bis 21. Januar 2016
Sommer 2016: 05. bis 07. Juli 2016
Künftig soll es mit den Austellern ein frühzeitiges saisonales Meeting in Berlin geben. Ziel seien eine frühzeitige Abstimmung sowie gemeinsame Entscheidungen über die weitere Vorgehensweise. „Alleingänge wird es nicht mehr geben“, heißt es seitens der Messe. Dennoch dürfe die Bread & Butter nicht stehenbleiben.