Taschenhersteller aus Hamburg

Bree stellt Insolvenzantrag

Der Pop-Up-Store von Bree in München in der Theatinerstraße. (Foto: Bree)
Der Pop-Up-Store von Bree in München in der Theatinerstraße. (Foto: Bree)

Trotz intensiver Bemühungen und einer kompletten Neuaufstellung sei es nicht gelungen, das Geschäft in die schwarzen Zahlen zurückzuführen, teilt Bree mit. Aus diesem Grund habe man am 15. Mai 2019 beim Amtsgericht Hamburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt.

Im vergangenen Jahr hatte der Taschenhersteller Bree die Firmenzentrale von Hannover nach Hamburg verlagert sowie nach eigenen Angaben die Kollektion verjüngt und die Anzahl der Mitarbeiter deutlich verringert.
 

„Starker, international erfolgreicher“ Investor gesucht
 

Zusätzlich sollte mit der Modernisierung der Retail Stores sowie einem neuen Online-Shop eine massive Umsatzsteigerung und damit die finanzielle Wende geschafft werden. Diese Strategie sei leider nicht schnell genug aufgegangen, heißt es seitens Bree: „Während das Geschäft in den rund 30 eigenen Filialen zufriedenstellend läuft, liegt der Anteil des Online-Umsatzes noch immer bei fünf Prozent. Das ist selbst für die erfolgreiche Traditionsmarke Bree zu wenig, um überleben zu können.“ Andere Taschenhersteller erzielten bereits 20% ihres Umsatzes im Online-Geschäft. Um diese Größenordnung zu erreichen, brauche Bree einen starken, international erfolgreichen Investor aus der Branche.
 

Geschäft läuft weiter
 

Die Aufgabe der Geschäftsleitung um Geschäftsführer Stefan Treiber und Justina Rokita (Director Brand & Product) gemeinsam mit dem vom Amtsgericht Hamburg bestellten Sachverwalter sei es nun, diesen Investor rasch zu finden, der den Umbau von Bree zu einem erfolgreichen Ende führen soll. Das Geschäft werde weiterlaufen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Löhne und Gehälter für die nächsten drei Monate durch das Insolvenzgeld gesichert sind, wurden am 15. Mai über die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen informiert.

 
Petra Steinke / 15.05.2019 - 18:47 Uhr

Weitere Nachrichten