Der steuerbereinigte Anteil am gesamten Einzelhandel stieg auf den neuen Spitzenwert von 11,2%. „Der Interaktive Handel erzielte 2013 erneut eine enorme Steigerung des Umsatzes. Unsere Branche ist ein stetiger Wachstumsmarkt im deutschen Handel. Neben steigender Kauffrequenz und wachsenden Warenkörben ist vor allem die zunehmende Zahl an Käufern eine solide Basis für dieses exzellente Ergebnis“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des BVH.
Das Onlinegeschäft mit Waren machte laut BVH im Jahr 2013 noch einmal einen riesigen Sprung: Allein von 2012 zu 2013 wurde im E-Commerce-Bereich eine Umsatzsteigerung auf 39,1 Mrd. Euro realisiert. Bei den Bestellmedien dominiert das Internet. Lag 2012 der Umsatzanteil hier noch bei 70,2%, sind es 2013 bereits 81,0%. Beim Blick auf die Kundenstruktur zwischen Männern und Frauen beim Kauf im Interaktiven Handel repräsentieren Frauen mit einem Umsatzanteil von 53,4% das starke Versandhandels- Geschlecht. Sie stehen für einen Jahresumsatz von 25,8 Mrd. Euro. Männliche Kunden bringen es auf 22,5 Mrd. Euro. Die Damen generieren zudem die meisten Umsätze durch eindeutig größere Warenkörbe als die Herren, da sie oft nicht nur für sich sondern auch ihre Familie einkaufen.
Der größte Umsatzbringer im Interaktiven Handel war im Jahr 2013 die Warengruppe Bekleidung. Deren Umsatzvolumen lag bei insgesamt 11,6 Mrd. Euro. Platz zwei belegt die Kategorie Bücher mit einem Umsatz von 5,3 Mrd. Euro. An dritter Stelle rangieren die Unterhaltungselektronik und Elektronikartikel mit einem Umsatz von 4,0 Mrd. Euro. Es folgen Schuhe mit 3,4 Mrd. Euro. Davon entfallen 2,8 Mrd. Euro auf E-Commerce.
„Der massive Erfolg des vergangenen Jahres wird sich auch im Jahr 2014 fortsetzen“, heißt es beim BVH. Aktuell schätzt der Verband das Umsatzwachstum mit Waren auf 15,4% beim gesamten Interaktiven Handel. Das entspricht 55,8 Milliarden Euro. Das E-Commerce-Volumen mit Waren wird 2014 voraussichtlich um 24,8% wachsen. Das entspricht einer Umsatzzahl von 48,8 Mrd. Euro im reinen Online-Handel. „Die Prognose der Umsatzzahlen basiert auf den Ergebnissen der vergangenen fünf Jahre und der aktuellen Entwicklung. Zusätzlich wurden durch Händlerbefragung gewonnene Erwartungshaltungen in der Hochrechnung für 2014 berücksichtigt“, so Christin Schmidt, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Statistik und Wirtschaftspolitik beim BVH.
Für die Studie wurden rund 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren im Zeitraum von Januar bis Dezember 2013 telefonisch und per Onlinefragebogen zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z.B. im Bereich Downloads oder Ticketing) befragt.