Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform hat das Zahlungsverhalten im ersten Quartal 2024 analysiert und mit dem Vorjahresquartal verglichen. Das Zahlung sei demnach „paradox“, trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit hat sich die Zahlungsmoral stark verbessert. Der durchschnittliche Zahlungsverzug ist von 10,3 Tage auf 8,9 Tage gesunken. Das sei damit zu erklären, dass insgesamt zurückhaltender investiert wird, ordnet Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Wirtschaftsforschung, ein: „Die Unternehmen haben ihr Forderungsmanagement professionalisiert, Zahlungsziele gesenkt und sind deutlich zurückhaltender bei größeren Bestellungen. Dazu beobachten wir, dass zeitgleich die Investitionstätigkeit rapide abnimmt, was für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen kein gutes Zeichen ist.“
Es lassen sich zudem große Unterschiede zwischen den Branchen feststellen. Während sich die Zahlungsmoral in allen Branchen verbessert hat, ist sie unverändert im Baugewerbe besonders hoch. Der Zahlungsverzug im Einzelhandel hat besonders stark abgenommen. Bei einem Rückgang von 9,4 Tage auf 7,1 Tage ist die Branche von Platz 4 auf Platz 2 geklettert.