Im Einzelhandel verlängerte sich das durchschnittliche Zahlungsziel im ersten Halbjahr 2026 um gut zwei Tage. Branchenübergreifend stieg das durchschnittliche Zahlungsziel auf 32,21 Tage. Das waren 0,75 Tage mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Wert seit 2019. Großunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten erhielten im Schnitt 35,51 Tage Zeit, kleine Unternehmen lediglich 26,37 Tage.
Im Einzelhandel verlängerte sich die Zahlungsfrist von durchschnittlich 32,73 Tagen im ersten Halbjahr 2025 auf 34,79 Tage. Gleichzeitig verbesserte sich das Zahlungsverhalten leicht: Der durchschnittliche Verzug sank von 6,75 auf 6,50 Tage. Durch die längeren Zahlungsziele erhöhte sich die gesamte Forderungslaufzeit im Einzelhandel dennoch von 39,47 auf 41,29 Tage. Lieferanten mussten somit länger auf den Zahlungseingang warten.
Deutschlandweit lag der Zahlungsverzug bei durchschnittlich 8,14 Tagen und damit weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Deutlich gestiegen ist er allerdings bei kleinen und mittleren Unternehmen. Creditreform sieht darin ein erhöhtes Risiko für Lieferanten und Kreditgeber.
Für die Auswertung analysierte Creditreform rund 4 Mio. überfällige, inzwischen aber beglichene Rechnungen aus dem Debitorenregister Deutschland. Ihr Gesamtvolumen betrug 7,3 Mrd. Euro.