Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,4 % auf rund 1,15 Mrd. US-Dollar stieg – ein Rekord beim Bruttogewinn – fiel unter dem Strich ein Verlust von 492 Mio. Dollar an. Dieser resultierte vor allem aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Markenwert und die Firmenwerte der Tochtermarke Hey Dude.
Besonders stark belastet wurde das operative Ergebnis durch nicht zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von insgesamt 737 Mio. Dollar. Bereinigt um diese Sondereffekte erzielte Crocs jedoch einen operativen Gewinn von 309 Mio. Dollar – ein Rückgang um 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg leicht auf 4,23 Dollar.
Trotz des soliden Quartals warnte CEO Andrew Rees vor einem schwierigen Marktumfeld. Die Kaufzurückhaltung der US-Verbraucher bei nicht lebensnotwendigen Produkten sei spürbar. „Sie kaufen nicht ein, sie gehen nicht einmal in die Läden“, so Rees in einer Analystenkonferenz. Hinzu kommt eine prognostizierte Belastung von 40 Mio. Dollar durch neue US-Importzölle. Crocs sieht sich deshalb gezwungen, Werbeaktionen zurückzufahren und Kosten einzusparen – unter anderem durch bereits umgesetzte Maßnahmen im Umfang von 50 Mio. Dollar.
Die Aussichten für das laufende dritte Quartal sind verhalten: Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzrückgang von 9 bis 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch langfristig sieht Crocs Herausforderungen auf dem US-Markt, etwa durch Großereignisse wie die Fußball-WM 2026 und die Olympischen Spiele 2028, die die Nachfrage nach klassischen Sportschuhen fördern könnten.
Die Anleger reagierten enttäuscht auf die Prognose: Die Crocs-Aktie verlor am Handelstag fast 30 % an Wert, konnte sich im nachbörslichen Handel jedoch leicht erholen.