Was bleibt?
„Wir haben unglaublich viel gelernt“, sagt Carl Warkentin. Allem voran: „Auch biologisch abbaubare Sohlen werden verbrannt oder landen auf der Müllhalde.“ Eine Erkenntnis, die manch Idealismus in Sachen Nachhaltigkeit ausbremsen könnte. Letztendlich fehle oftmals schlichtweg der finanzielle Wille, dies zu verhindern oder zumindest den entstandenen Müll in die Kreislaufwirtschaft zurückzubefördern. „Aber Unternehmen sollte es auch nicht nur um Profit gehen. Wenn Flip und Monaco Ducks es schaffen, kreislauffähige Schuhe herzustellen, heißt das, dass es deutlich größere Unternehmen erst recht können.“ Greenwashing bleibe deshalb weiterhin der entschiedene Feind von Warkentin und Flip. „Wenn ich schon nur aufs Geld achte, darf ich als Marke keine nachhaltigen Aussagen machen, wenn dann die Hälfte davon nicht stimmt“, sagt der Monaco Ducks- Geschäftsführer. GRND wird nun abgewickelt. Die Geschäftsanteile, die zu je 50% bei Monaco Ducks und Flip lagen, werden auf die Markenrechte reduziert, die wiederum für einen symbolischen Euro an ACT in Kenia gehen. Neben Monaco Ducks möchte Warkentin sich weiterhin dem Thema kreislauffähige Mode widmen. Als Gründer der Initiative Circular Republic klärt er deshalb Unternehmen über genau dieses Thema auf. „Unser Ziel ist es jetzt, die Industrie kreislauffähig zu machen“, so Warkentin. Mit ersten größeren Schuhherstellern arbeite man bereits zusammen, weitere sollen folgen. Und ob es weitere GRND-Schuhe unter ACT geben wird, ist unbekannt.