„Die Bedürfnisse der Konsumenten und die Spielregeln des Wettbewerbs wandeln sich rasant“, ist Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie überzeugt. Die Digitalisierung schreite unaufhaltbar voran und verändere alles. Echte Innovationen und neue, kreative Methoden zur Problemlösung seien erforderlich, damit Industrie und Handel in Zukunft erfolgreich am Markt bestehen können. Auch die Unternehmen der Schuh- und Lederwarenbranche seien gefordert, etablierte Modelle, die möglicherweise jahrzehntelang gut funktioniert haben und in den Köpfen der Mitarbeiter fest verankert seien, kritisch zu hinterfragen, aufzubrechen und den Blick zu öffnen, für das, was der Konsument wirklich wolle. Die innovativen Methoden des Design Thinking können laut Junkert vor diesem Hintergrund wertvolle Hilfestellung leisten.
Der Kunde und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt
Design Thinking ist eine innovative, von namhaften Konzernen und Start-ups erfolgreich eingesetzte Methode mit dem Ziel, Nutzer orientierte Lösungen und Innovationen zu entwickeln und zu implementieren – optimal abgestimmt auf die Bedürfnisse der Konsumenten. Die bunt gemischte Runde des HDS/L-Workshops, darunter Schuh- und Taschen-Designer, Trendforscher, Firmeninhaber, Ingenieure sowie Vertriebs- und Verbundgruppenmanager, durchlief in Potsdam einen strukturierten, interaktiven Prozess vom Problemverständnis bis zur Lösung. In Gruppenarbeit erlebten die Teilnehmer, wie Design Thinking kreative Potenziale freisetzt und eine schnelle, detaillierte Entwicklung kundenorientierter Ideen ermöglichen kann.