Grundlage ist das Debitorenregister von Creditreform, in dem monatlich rund 16,3 Millionen branchenübergreifende Zahlungserfahrungen über deutsche Unternehmen ausgewertet werden.
„Die Zahlungsmoral der Unternehmen bleibt stabil – das ist in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld zunächst ein robustes Signal“, sagt Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Wirtschaftsforschung bei Creditreform. Zugleich sei die Entwicklung „kein Zeichen echter Entspannung“. Viele Betriebe hielten ihre Liquidität zusammen, investierten zu wenig und fragten weiterhin selten Kredite für Investitionen nach.
Zwischen den Bundesländern zeigen sich deutliche Unterschiede: Am schnellsten zahlten Unternehmen in Rheinland-Pfalz mit 6,1 Tagen Verzug, Sachsen mit 6,2 Tagen und Bayern mit 6,7 Tagen. Die höchsten Werte verzeichneten Schleswig-Holstein mit 9,8 Tagen, Hamburg mit 10,0 Tagen und Mecklenburg-Vorpommern mit 10,9 Tagen.
Auch nach Branchen fällt das Bild unterschiedlich aus. Das Baugewerbe weist mit 15 Tagen den höchsten Zahlungsverzug auf. Vergleichsweise pünktlich zahlten Unternehmen aus Chemie/Kunststoffe mit 4,9 Tagen, der Großhandel mit 5,9 Tagen und der Einzelhandel mit 6,1 Tagen. Gegenüber dem Vorjahresquartal verbesserte sich der Einzelhandel leicht von 6,4 auf 6,1 Tage.