Alexander Otto, CEO der ECE Group, erklärt zu dem Vorhaben: „Der Lockdown vor Weihnachten ist der absolute Worst Case für alle Händler und bedroht viele von ihnen in ihrer Existenz. Daher brauchen sie jetzt eine schnelle Entlastung, zumal die versprochenen staatlichen Hilfen bislang viel zu langsam und vielfach auch gar nicht fließen. Wir sehen uns als Partner sowohl der Händler wie der Investoren und sehen uns in der Pflicht, hier zu einem fairen Interessensausgleich zu kommen. Für das Portfolio meiner Familie habe ich daher entschieden, dass wir uns mit den Mietern die Miete für die weiteren Schließungszeiträume teilen wollen. Ich freue mich, dass sich bereits weitere namhafte Investoren dieser Vorgehensweise angeschlossen haben.“
Er glaube, „dass es sowohl im Interesse der Einzelhändler wie der allermeisten Vermieter in Deutschland wäre, wenn wir hier zu einer möglichst schnellen und einheitlichen Lösung kämen, damit wir unsere ganze Kraft auf die Herausforderungen konzentrieren können, die vor uns liegen.“
Insgesamt lägen inzwischen für knapp zwei Drittel der rund 100 ECE-Center in Deutschland die grundsätzlichen Zustimmungen der jeweiligen Investoren bereits vor, darunter auch Pensionsvereine zur betrieblichen Altersvorsorge. Mit anderen liefen derzeit entsprechende Gespräche.
Auch für den ersten Lockdown im Frühjahr habe man „mit den allermeisten Händlern“ zu einer einvernehmlichen Lösung gefunden, teilt der Shoppingcenter-Betreiber mit. Joanna Fisher, CEO ECE Marketplaces: „Mit 90% der Händler, die von der Schließung unmittelbar betroffen waren, konnten wir uns inzwischen auf Vertragsanpassungen einigen.“ In der Regel wurden die Miete temporär reduziert und dafür die Mietvertragslaufzeit verlängert. In Summe beträgt der Mietverzicht für das Frühjahr voraussichtlich über 75 Mio. Euro.