Ortstermin im Oktober: Die Ware füllt das Geschäft fast bis unter die Decke. Die Regale im Kleinkinderbereich unten und im Großkinderbereich oben bieten dafür kaum ausreichend Platz. Darum hat das Verkaufsteam in verschiedenen Bereichen des Ladenlokals Kartons gestapelt. „Der Warendruck ist unübersehbar“, gibt Grillitsch zu. Aber es ist Saison, der Herbst wird bald nasskaltes Wetter bringen und die Nachfrage wird kommen. Sie ist auch jetzt schon beachtlich. Quasi im Minutentakt öffnet sich die Tür. Mütter mit kleinen Kindern, Ehepaare mit Kinderwagen und Familien mit mehreren Kindern kommen herein, schauen sich um, lassen sich beraten. Das Team umfasst sechs Personen, darunter die erfahrenen Verkäuferinnen, die auch schon zuvor im Geschäft tätig waren, und das Team der Ringschuh. Allen Kindern, die für den Schuhkauf kommen, werden die Füße vermessen. „Auch wenn die Mutter sagt: Mein Kind hat Größe 27“, betont Grillitsch. Häufig zeigt die Messung eine andere Schuhgröße, was im Kinderschuhbereich ein besonders sensibler Aspekt ist.
Als eine Mitarbeiterin gerade eine Kundin bedient und ein Elternpaar mit Kleinkind das Geschäft betritt, übernimmt Grillitsch spontan die Initiative und sucht einige Schuhmodelle für die Familie heraus. Ohnehin versucht er, möglichst oft im Schuhhaus zur Oper zu sein, um sich ein Bild zu machen und Erfahrungen zu sammeln. Auch der regelmäßige Austausch mit dem Team ist Grillitsch wichtig: „Es gilt, möglichst viele Eindrücke zu gewinnen, um das Haus erfolgreich weiterzuführen“, sagt er – nicht als Selbstzweck, sondern zugunsten der gesamten Ringschuh-Gemeinschaft.