„Die Bereitschaft, sich für mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette einzusetzen, hat im Einzelhandel in den vergangenen Jahren stark zugenommen“, sagte Daniel Hopp, Geschäftsführender Gesellschafter der Hopp KG und zugleich Vorsitzender der deutschen Kontaktgruppe von FTA Sustainability. „Gleichzeitig steht nicht mehr nur das Thema Arbeitsbedingungen in den Lieferländern im Fokus sondern zunehmend auch Umweltschutz. Vor diesem Hintergrund ist es konsequent und sinnvoll, die beiden Ansätze zu bündeln.“
So werden künftig die beiden FTA-Initiativen ’Business Social Compliance Initiative‘ (BSCI) und ’Business Environmental Performance Initiative‘ unter einem gemeinsamen Dach auftreten.
Dabei handelt es sich um Supply-Chain-Management Systeme, mit denen Einzelhändler und Importeure die Nachhaltigkeits-Performance ihrer Lieferanten messen und durch gezielte Schulungsmaßnahmen bei ihren Zulieferern verbessern können. Gleichzeitig arbeiten die Initiativen eng mit Stakeholdern in den Lieferländern zusammen, d.h. Gewerkschaften, Regierungsvertretern etc. Während BSCI den Schwerpunkt auf Arbeitsbedingungen wie Arbeitssicherheit, gerechte Entlohnung etc. legt, geht es bei BEPI um die Einhaltung von Umweltschutzstandards. „Indem wir die Initiativen zusammenfassen, wollen wir Unternehmen ermuntern, sich für beides zu engagieren, und dadurch letztlich mehr Verbesserungen bei den Lieferanten vor Ort erreichen“, sagte Hopp.
Um dieses Engagement auch in Deutschland weiter auszubauen, haben sich die deutschen Mitgliedsunternehmen in einer Nationalen Kontaktgruppe zusammengeschlossen. Zu den FTA-Mitgliedern zählen Unternehmen wie Otto, REWE, Peek & Cloppenburg und weitere.
Die Nationale Kontaktgruppe soll Unternehmen ein Diskussionsforum bieten, Unterstützung in allen Fragen der Nachhaltigkeit leisten und Kontakte zu Stakeholdern bündeln. Zum Vorsitzenden wurde Daniel Hopp gewählt. Stellvertretende Vorsitzende ist Maren Barthel, Senior CR-Manager bei der Otto Group. Unterstützt werden die Vorsitzenden von Lorenz Berzau, der als Koordinator die Arbeit der Nationalen Kontaktgruppe Group fungiert. „FTA Sustainability ist eine Initiative die aus den Unternehmen selbst kommt und Engagement voraussetzt“, betonte Maren Barthel, „das wollen wir mit der neuen Organisation unterstreichen und fördern.“