Nachdem bereits in Hamburg ein Ergebnis erzielt wurde und auch in anderen Bundesländern seit längerem verhandelt wird, traf man sich nun auch in Baden-Württemberg in der Mitte: In Sindelfingen wurde nach fünfstündiger Verhandlung eine Vereinbarung getroffen. Rückwirkend werden ab dem 1. September 2023 die Entgelte um 5,3% angehoben. Ab dem 1. April erhöhen sich diese um weitere 4,7%, im dritten Tarifjahr um einen Festbetrag von 40 Euro sowie darauffolgend um 1,8%. Laut Handelsverband Baden-Württemberg (HBW) entsprechen die Vereinbarungen für die ersten beiden Tarifjahre den Vorweganhebungen. „Bei einer Laufzeit von 36 Monaten entspricht das einer Gesamtentwicklung von 13,67%.“ Die Vollzeitbeschäftigten erhalten außerdem eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.000 Euro, die tarifliche Altersvorsorge wird von jährlich 300 Euro auf 420 Euro angehoben.
Die erzielten Ergebnisse lagen jedoch deutlich unter den Forderungen der Arbeitnehmerseite, so Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des HBW. „Dass der Tarifabschluss deutlich unter den ursprünglichen Forderungen der Arbeitnehmerseite liegt, haben wir nicht zuletzt der Geschlossenheit der Arbeitgeberseite zu verdanken. Die ursprüngliche Forderung von bis zu 15% bei einer Laufzeit von 12 Monaten wäre für unsere Unternehmen nicht leistbar gewesen.“