Die Marke Elégance bietet hochwertige Bekleidungskollektionen und Accessoires. Auch Schuhe gehören zum Portfolio. Die Düsseldorfer Unternehmensgruppe beschäftigt aktuell ca. 120 Mitarbeiter. Angeboten werden die Kollektionen von Elégance im Internet sowie in Franchise-Shops und Shop-in-Shop-Konzepten.
Erst im Mai 2014 hatte der derzeitige Gesellschafter, die Blitz 14-44 GmbH, die Elégance GmbH und die Elégance Service GmbH übernommen. Die Blitz 14-44 gehört Steffen Görig, CEO des Schweizer Finanzinvestors Quantum Kapital. Das bereits mit der Übernahme verbundene Ziel einer umfassenden Sanierung und Neuausrichtung konnte, wie das Unternehmen jetzt mitteilt, aufgrund der sich rapide verschlechternden Umsätze nicht mehr erfolgreich umgesetzt werden, so dass die Insolvenzanträge unumgänglich wurden.
Allgemeine Marktschwäche und Krim-Krise
Neben der allgemeinen Marktschwäche im Textileinzelhandel konnte Elégance sich demnach mit der Frühjahr-/Sommer-Kollektion am Markt nicht durchsetzen. Zudem hätten hohe Absatzeinbußen und Wechselkursverluste durch die Krim-Krise zu einem Rückgang im B2B-Kernmarkt Osteuropa geführt. Die bereits eingeleiteten strategischen Korrekturen, neue Märkte zu erschließen, mit einem neuen Designchef die Kollektion anzupassen sowie den E-Commerce-Bereich auszubauen, hätten ihre positive Wirkung in der kurzen Zeit noch nicht entfalten können, heißt es weiter.
Ziel der Insolvenzanträge sei nun die Sanierung und Neuausrichtung des Modeunternehmens. Das Insolvenzrecht biete die Chance, neue Gestaltungsspielräume für die Fortführung der Unternehmensgruppe zu schaffen und dadurch eine umfassende Sanierung und Neuausrichtung des Geschäftsmodells erreichen zu können.
Online-Store bleibt, Ware wird weiter vertrieben
Helmut Gieseler, CEO von Elégance, zeigt sich zuversichtlich, dass das Unternehmen weiterhin eine Perspektive hat: „Wir wollen gemeinsam mit den Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten die langjährige Geschichte des Prêt-à-Porter bei Elégance weiterschreiben. Der Online-Store bleibt weiter bestehen, auch wird die Mode weiterhin uneingeschränkt über die Stores vertrieben, so dass Kunden auch künftig aus unserem aktuellen Sortiment exklusiver und eleganter Mode wählen können.“
Über das weitere Vorgehen und die Sanierungspläne will sich das Management in den kommenden Tagen intensiv mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Horst Piepenburg abstimmen, der am 15. August vom Amtsgericht bestellt wurde. Er werde alle Lieferanten und Vertragspartner über das Verfahren informieren. Zudem sollen mit den strategischen Partnern und potenziellen Investoren in den kommenden Wochen erste Gespräche geführt werden.