Auch die Verbundgruppen ANWR und SABU befassen sich seit einiger Zeit mit Arbeitsschuhen für z.B. Hotellerie und Pflege. Mit der ANWR hat Elten intensive Gespräche geführt und einen Vertrag unterzeichnet. „Den Optimismus der ANWR teilen wir gerne, ob es am Ende ein Erfolg wird, wird sich zeigen“, so der Unternehmer. Das Angebot ist da. Berufsschuhe nach EN 20347 seien schwerpunktmäßig am Wachstum des Unternehmens beteiligt. „Manche Kunden brauchen zwar die Rutschhemmung nach EN, aber eben keinen Zehenschutz“, erklärt der Geschäftsführer. „Diesen Markt bedienen wir und somit auch die Hotellerie, Gastronomie und Pflege, wo die Zehenschutzkappe in der Regel keine Grundanforderung ist, aber eine verlässliche Dämpfung oder gut zu reinigende Materialien einen entscheidenden Unterschied machen im Tragekomfort.“ Mit dem Orthopädiefachhandel arbeitet der Sicherheitsschuhhersteller erfolgreich zusammen. Seit dort nur noch zertifizierte Einlegesohlen verwendet werden dürfen, habe sich ein Markt entwickelt. Heiner van Elten ist zuversichtlich, dass das auch mit dem modischen Schuhfachhandel gelingen kann. Er müsse sich aber bewusst machen, dass Sicherheitsschuhe ein technisches Produkt sind, das bei Bedarf gekauft werde und nicht wie ein modischer Schuh bei Gefallen. Außerdem sei das Produkt durch die Normen beratungsintensiv, was nicht jeder Händler leisten könne, schränkt Heiner van Elten ein. Und die Margen seien im Sicherheitsschuhbereich geringer als im modischen. Vertreten ist Elten regelmäßig auf Arbeitschutzfachmessen wie der A+A in Düsseldorf, der IFAT Entsorga, der Galabau oder der Rettmobil.
Nachhaltigkeit ist für den Hersteller ein ganzheitliches Thema. Auf dem neuen Logistikzentrum wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Damit könne der Standort Uedem weitgehend autark betrieben werden, erklärt der Firmenchef. In diesem Winter habe man kein Gas verbraucht und alles mit Wärmepumpen versorgt, überwiegend aus eigenem Strom. Viele Materialien im Produktionsprozess könnten recycelt und wiederverwendet werden. Heiner van Elten schränkt allerdings ein: „Die Herausforderung sind jedoch getragene Schuhe, die mit Substanzen in Kontakt gekommen sind, über die wir keine Information haben.“ Dazu gehören z.B. Farben, Lacke, Chemikalien oder Lebensmittelreste. Schwierig sei auch die Laufsohle, die aus Polyurethan oft in Verbindung mit Gummi oder TPU direkt angespritzt sei und sich nicht ohne weiteres ablösen lasse. Das seien Herausforderungen, „aber auch hier arbeiten wir an Konzepten und kommen Schritt für Schritt weiter“, schließt van Elten ab.