„Die digitale Technik ist ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Ob im Studium oder beim Betrachten von Filmen, ob beim Online-Kauf und –Verkauf, beim Kontakt mit Freunden oder bei Fragen an den Arzt – das Internet bietet eine Fülle digitaler Möglichkeiten. Aber jeden Tag stehen Privatpersonen und Unternehmen in Europa vor zahlreichen Hindernissen – von geografischen Sperren über Unzulänglichkeiten bei der grenzüberschreitenden Paketauslieferung bis zur fehlenden Verbindung zu elektronischen Diensten. Digitale Dienstleistungen machen noch viel zu oft an Landesgrenzen halt“, heißt ees in einer Mitteilung der EU-Kommission.
Die EU-Binnenmarktfreiheiten sollen auf die digitale Welt ausgedehnt werden und hierdurch Wachstum und Beschäftigung in Europa fördern. Eine Strategie für den digitalen Binnenmarkt soll im Mai vorgelegt werden. Inhalt soll unter anderem eine Erleichterung des grenzüberschreitenden elektronischen Handels mit harmonisierten Verbraucherschutz- und Vertragsvorschriften und einer effizienteren und bezahlbaren Paketauslieferung. Derzeit kaufen laut EU-Kommission nur 15% der Verbraucher online in einem anderen EU-Mitgliedstaat ein.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) begrüßte die Pläne. „Es ist dringend notwendig, Hürden für den grenzüberschreitenden elektronischen Handel abzubauen und die Regelungen für den Verbraucherschutz und die Vertragsvorschriften zu harmonisieren“, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.