Das ist das Ergebnis einer Studie des auf 1A-Lagen spezialisierten Maklerunternehmens Lührmann. Für 93% der Teilnehmer ist die Einzelhandelsexpansion in Städten mit 500.000 bis 1.000.000 Einwohner attraktiv oder sehr attraktiv. Die größeren Millionen-Metropolen sind aber nur für 90,7% der Befragten attraktiv oder sehr attraktiv. Fürdas Trendbarometers Einzelhandel 2014 wurden 2.287 Expansionsverantwortliche des Einzelhandels befragt.
Beliebtestes Expansionsziel ist Süddeutschland. Für mehr als 97% der Teilnehmer ist diese Region attraktiv oder sehr attraktiv. Ganz anders sehen die Zahlen für Ostdeutschland aus: Für 72% der Befragten sind die Expansionsbestrebungen dort wenig attraktiv. In der Gunst der Einzelhändler ist die innerstädtische 1A-Lage als Handelsstandort das Nonplusultra: Rund 75% finden einen exklusiven Standort sehr wichtig. Schwächere Werte erzielen das Internet und große Shoppingcenter. Während rund 57% einen Handelsstandort im Internet als sehr wichtig erachten, sind nur noch etwa 37% der Ansicht, dass große Shoppingcenter von herausragender Bedeutung sind.
Als neuer Schwerpunkt in der mittlerweile dritten Auflage des Lührmann Trendbarometers Einzelhandel ist erstmals das Thema Multichannel erfasst worden – und zwar mit eindeutigen Ergebnissen. Für mehr als 93% ist das Konzept Multichannel eine wesentliche Retail-Strategie der Zukunft. Aber: Nicht alle Branchen können die unterschiedlichen Vertriebskanäle gleich gut einbinden. Deshalb glauben fast 83%, dass die Textilbranche am meisten vom Multichanneling profitiert. Auch bei Schuhen und Sportartikeln sehen jeweils 73% der Befragten große Schnittmengen.
Um die Repräsentativität der Daten zu gewährleisten, sind ausschließlich Expansionsverantwortliche des Einzelhandels befragt worden. Bei mehr als der Hälfte der Befragten (52,3%) handelt es sich um internationale Einzelhändler. 28,9 der Teilnehmer sind bei einem nationalen Einzelhändler angestellt, 18,8% arbeiten für regionale Einzelhändler. Fast die Hälfte aller Teilnehmer stammt aus der Textilbranche, jeweils etwa 15% arbeiten im Lebensmittelbereich oder in der Schuhbranche.