Diese Zahl entspricht einem Plus von 8,3 % gegenüber 2024, fällt aber deutlich geringer aus als die Zuwächse der beiden Vorjahre. Besonders betroffen sind Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten, die mit rund 19.500 Fällen gut vier Fünftel aller Insolvenzen ausmachen. Die geschätzte Schadenssumme für Gläubiger liegt bei rund 57 Mrd. Euro, im Schnitt sind pro Fall Forderungen von mehr als zwei Mio. Euro betroffen; etwa 285.000 Beschäftigte waren von den Unternehmenspleiten betroffen.
Auch die Privatinsolvenzen nahmen weiter zu: 2025 wurden rund 76.300 Verbraucherinsolvenzen registriert, ein Anstieg um 6,5 % und der höchste Stand seit 2016. Creditreform führt dies vor allem auf steigende Überschuldung infolge hoher Lebenshaltungskosten, Stellenstreichungen und wachsender Arbeitslosigkeit zurück. Deutliche Zuwächse bei den Insolvenzen verzeichnen insbesondere das Verarbeitende Gewerbe und der Handel, während Bau und Dienstleistungssektor moderater zulegen.
Für 2026 rechnet Creditreform mit anhaltendem Druck durch hohe Kosten und Bürokratie, sieht aber in geplanten Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung mögliche Entlastungsimpulse. „Die deutsche Wirtschaft verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Hohe Kosten, Bürokratie und die anhaltende Konjunkturschwäche werden das Insolvenzgeschehen weiter antreiben“, so Bernd Bütow, Hauptgeschäftsführer von Creditreform.