„Wir hatten die Idee, mit einem besonderen Konzept einmal einen Fokus auf den Sneaker zu legen“, erklärt Jens Bickenbach, Leiter Shop & Store bei Gabor, gegenüber schuhkurier. Immerhin seien rund 120 bis 130 Modelle aus den Kollektionen Gabor, Gabor Comfort, Rollingsoft und Gabor Sport der Kategorie Sneaker zuzuordnen. „Es ist vielleicht in der Wahrnehmung der Verbraucher nicht das Thema, mit dem man sofort Gabor in Verbindung bringt. Aber gerade deshalb wollen wir ein solitäres Sneaker-Konzept einmal ausprobieren“, so Bickenbach.
Berlin hielt man bei Gabor für einen idealen Standort und beim Unternehmen Aktiv Schuh gab es eine passende Fläche. Gemeinsam wurde an der Idee weitergearbeitet und so wird im Herzen von Mitte nun bis zum 30. September der Pop-up-Store geöffnet sein.
Für Timo Leinweber von Aktiv Schuh passt das Thema gut in die Zeit: „Man muss neue Wege gehen, Dinge ausprobieren und den Mut haben, auch mal ein wenig aus der Reihe zu tanzen. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren schon Erfahrungen mit Pop Up Stores gemacht. Die Gabor Sneaker-Idee hat uns sofort überzeugt und der Zeitpunkt dafür ist ideal, wir glauben fest an den gemeinsamen Erfolg.“
Auf ca. 65 qm zeigt Gabor sportive Modelle in verschiedenen Varianten. Dass das Konzept zunächst ein Test ist, soll auch durch den Ladenbau unterstrichen werden; daher entwarf Gabor für den Pop-up-Store ein spezielles bewegliches Möbel. Parallel zum Geschäft in der Rosenthaler Straße können sich die Verantwortlichen in Rosenheim auch einen Test in einem Center vorstellen. Erste Gespräche seien bereits geführt worden.
Ob ein solitärer Sneaker-Auftritt auch auf weiteren Flächen realisiert werden könnte, will man in Rosenheim zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Klar sei, dass ein solches Konzept nicht mit Laufzeiten von fünf Jahren umgesetzt werden könne. Dafür sei die Branche zu schnelllebig. Trotzdem will sich Gabor die Zeit nehmen, den Test abzuwarten. Bickenbach: „In drei Monaten wissen wir sicher mehr.“