Ulrike Kähler, Projektleitung The Gallery bei der Igedo Company, stellte am 7. Februar erste Ansätze für die neue Schuhmesse in Düsseldorf vor. Am Anfang stand dabei der neue Name. Die GDS unter veränderten Rahmenbedingungen fortzusetzen, ergebe keinen Sinn. Es müsse über alle Ebenen hinweg vollständig neu gedacht werden.
Nun also wird die Gallery Shoes ein weiteres Element des Gallery-Konzepts, das die Igedo Company vor fünf Jahren als Nachfolge-Veranstaltung der CPD in Düsseldorf etablierte. Drei Elemente sollen den Erfolg der neuen Gallery Shoes sichern: die neue Location Areal Böhler, ein späterer Termin als zuletzt bei der GDS sowie eine Konzentration auf die wesentlichen Aussteller der europäischen Schuhindustrie.
“Wir möchten für Düsseldorf eine Orderveranstaltung für Schuhe und Taschen sowie Accessoires bieten, die eine internationale Branchenplattform wird”, erklärte Ulrike Kähler, die für die Organisation der neuen Messe verantwortlich ist. Die Gallery Shoes soll den “perfekten Mix und ein aussagekräftiges Angebot” umfassen. Konzentrieren will man sich für die neue Messe, die im übrigen auch wieder einen stärkeren Fokus auf die Order legen wird, auf das mittlere bis gehobene Preissegment für Schuhe, Taschen und Accessoires. Man plane, jungen, aber auch Traditionsmarken eine Plattform zu bieten, der Anteil soll bei 35% nationalen und 65% internationalen Ausstellern liegen. Man sei derzeit mit vielen Schuhanbietern im Gespräch. Konkrete Vertragsabschlüsse gebe es noch nicht, aber, so Kähler, “viel Commitment und viel Support”.
Laut Kähler ist vorgesehen, auf dem Areal Böhler 10.500 qm Fläche zu belegen; zusätzlich können weitere 2.000 qm mit der Installation einer Leichtbauhalle geschaffen werden. Angestrebt ist eine Zahl von 500 Brands, die ihre Kollektionen im Rahmen der Gallery Shoes zeigen. 8.000 bis 10.000 Besucher sollen gewonnen werden.
Beim Besuchermarketing konzentrieren sich die Verantwortlichen der Gallery Shoes nach eigenen Angaben auf Nord-, Mittel- und Osteuropa. Durch die veränderte Tagesfolge soll zudem speziell in Deutschland der unabhängige Facheinzelhandel zurückgewonnen werden. Man wolle diverse Crossmarketing-Maßnahmen nutzen, die sich aus den Erfahrungen der Igedo Company als Veranstalter der Gallery ergeben. Ziel sei es, mit Hilfe dieser Synergien auch die Bekleidungsbranche zur Gallery Shoes einzuladen. Eine übersichtliche Darstellung und Struktur von Areas seien in Planung.
Wie die einzelnen Segmente der Messe ausgestaltet sein werden, ob es beispielsweise einen Bereich für die Anbieter auf Komfort ausgerichteter Schuhe gibt – dies sei zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, so Kähler. 2.500 kostenlose Parkplätze gibt es auf dem Gelände der Böhlerwerke; weitere Parkmöglichkeiten außerhalb des Geländes sollen angemietet werden und via Shuttle angebunden werden.
Das Areal der Böhler Werke, ein ehemaliges Stahlwerk, werden seit 1999 als Technologie- und Gewerbepark geführt. Die Industriekulisse mit sechs individuellen Eventhallen beläuft sich auf 15.350 qm brutto.
Für die kommenden drei Orderrunden hat die Igedo bereits Termine festgelegt. Nach der Premiere vom 27. bis 29. August sollen für 2018 die folgenden Termine feststehen:
11. bis 13. März 2018
02. bis 04. September 2018
Die Zeit der gigantisch großen Messestände wird auf der Gallery Shoes vorbei sein. Vorgesehen sind Standhöhen von max. 1,80 m. Es soll Konzeptstände mit maximal 35 qm Fläche geben sowie Individualbauten, die max. 150 qm umfassen sollen. Ulrike Kähler zu ihrer Vision: “Eine starke Messe bringt die Branche nach vorne. Eine starke Messe können wir Ihnen aber nur bieten, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Die Gallery Shoes informiert im neuen Design, mit neuer Sprache und auf internationalem Niveau.”