Der harte Gegenwind aus dem Internet, hohe Investitionen in der Vergangenheit und der harte Verteilungskampf in der Branche insgesamt haben das Unternehmen nach den Worten von Andreas Bartmann in eine veritable Krise schlittern lassen.
Globetrotter rechnet mit roter Null
„Wir rechnen brutto mit einem Umsatz von etwa 245 Mio. Euro, was einem Minus von rund 1% im Vergleich zum Vorjahr entspricht“, sagte Bartmann dem ’Hamburger Abendblatt‘. „Bestenfalls erreichen wir einen Umsatz auf Vorjahreshöhe.“ Auch das Konzernergebnis dürfte im jetzt zu Ende gehenden Geschäftsjahr leicht negativ ausfallen. „Wir erwarten hier eine rote Null“, so der Geschäftsführer.
Vor diesem Hintergrund komme Globetrotter auch um harte Einschnitte im Personalbereich nicht herum, heißt es in dem Bericht. Erstmals in der 35-jährigen Geschichte sei es im vergangenen Jahr zu einem größeren Stellenabbau gekommen. 100 von 1500 Arbeitsplätzen wurden insbesondere in der Logistik in Hamburg gestrichen, befristete Verträge nicht verlängert. Auch für das nächste Geschäftsjahr will Bartmann eine weitere Reduzierung der Mitarbeiterzahl nicht ausschließen.
Globetrotter erfährt kräften Gegenwind aus dem Internet
Den Hauptgrund für die schwierige Lage bei Globetrotter sieht Bartmann in der wachsenden, preisaggressiven Konkurrenz aus dem Internet. „Im Internet herrscht ein heftiger Preiskrieg, den wir bisher nicht mitgemacht haben“, so Bartmann. „Es ist sehr schwer, gegen Wettbewerber zu bestehen, die bewusst Geld verbrennen, um sich auf diese Weise Marktanteile zu kaufen.“ Die Konkurrenz aus dem Internet sei allerdings nur eines der Probleme, mit denen die Hamburger zu kämpfen haben. Auch die eigenen Markenstores der Hersteller hätten Umsatz abgezogen.
Im Januar haben die Globetrotter-Gesellschafter zudem einen zusätzlichen Teilhaber ins Boot geholt. Der schwedische Hersteller Fenix Outdoor, zu dem bekannte Marken wie Fjällräven gehören, hat sich mit 20% an dem Hamburger Unternehmen beteiligt.