Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, handele es sich um einen Anteil von mehr als 25% an Görtz, die Mehrheit soll jedoch in Familienhand bleiben. Auch die Bereitstellung zusätzlichen Kapitals durch Afinum stünde im Raum, mit dem Ziel, dem Unternehmen Wachstumskapital für die Entwicklung von Filialstandorten und für die engere Verzahnung mit dem Online-Geschäft bereitzustellen. Der Einstieg von Afinum sei zwar noch nicht entgültig, heißt es weiter, könnte aber bis Ostern vollzogen sein.
Im Sommer letzten Jahres war bekannt geworden, dass der angeschlagene Hamburger Filialist Investoren sucht, nachdem zuletzt vor allem die Online-Konkurenz, eine falsche Sortimentspolitik sowie eine überzogene Expansion dem Schuhhändler Görtz zu schaffen machten. Derzeit beschäftigt Görtz 3.700 Mitarbeiter und betreibt mehr als 240 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Afinum wurde im Jahr 2000 von Dr. Thomas Bühler und Dr. Gernot Eisinger als Beteiligungsgesellschaft gegründet. Ziel seien "Beteiligungen an erfolgreichen mittelständischen Familienunternehmen", heißt es in einer Afinum-Präsentation. Investiert werde bevorzugt in "stabile, vorzugsweise wachsende Branchen in gesunden Märkten." Afinum biete den Unternehmen „echtes Eigenkapital, nicht weitere Schulden." Zu den Vorteilen für die Unternehmen, an denen Afinum beteiligt sei, gehöre darüber hinaus die "Beibehaltung der unternehmerischen Führung, die Sicherung der unternehmerischen Unabhängigkeit sowie eine faire Gebührenstruktur“.