30% der Käufe erfolgten gemäß der „Digitalstudie 2023“ der Postbank im vergangenen Jahr online. 2022 waren das noch 35% gewesen und 2021 waren es 38%. Im Vor-Corona-Jahr 2019 indes lag der Onlineanteil bei 29%. Damit hat der stationäre Handel wieder zugelegt. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen hat es laut der Studie einen Nachholeffekt für viele Branchen im Einzelhandel gegeben. Für den Einkauf im lokalen Einzelhandel spricht aus Sicht von 39% der befragten Konsumenten besonders, dass sie Waren vor dem Kauf sehen, anfassen und ausprobieren können. Zudem bevorzugten 37% der Verbraucherinnen und Verbraucher, dass sie Waren sofort mitnehmen können. 35% der Befragten gaben darüber hinaus an, den lokalen Einzelhandel unterstützen zu wollen.
Auch eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung PwC belegt, dass der stationäre Handel für deutsche Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin der meistgenutzte Einkaufskanal bleibt. Immerhin 34% der befragten Personen gaben an, mindestens einmal in der Woche in lokalen Stores zu kaufen. Digitale Unterstützung holen sich die Menschen beim Konsum aber auch: 48% der Befragten nutzen das Smartphone für die Produktrecherche, 38% lesen Produktbewertungen vor dem Kauf. Digitale Lösungen wie Self-Checkouts kommen bei den Konsumentinnen und Konsumenten demnach gut an. Zugleich wünschen sie sich aber fachkundiges Personal.
Eine Studie von American Express und Civey kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Verbraucherinnen und Verbraucher den stationären Handel und Restaurants schätzen: 92% der Befragten aller Altersgruppen sind der Ansicht, dass Innenstädte erst durch lokale Stores, Kioske und Restaurants lebenswert sind.
Das Beratungs- und Forschungsunternehmen Forrester prognostiziert für den stationären Einzelhandel eine positive Entwicklung. Für das Jahr 2028 gehe man von einem Einzelhandelsumsatz in Höhe von 680 Mrd. Euro in Deutschland aus – 100 Milliarden mehr als in 2023. Für die fünf Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zusammen soll der Einzelhandelsumsatz demnach um 400 Mrd. Euro auf 2,7 Billionen Euro in 2028 steigen.