So hat der Schuhanbieter Caprice laut eigenen Angaben allen Händlerinnen und Händlern, die den Appell unterzeichnet haben, ein Schreiben zugeschickt. Dieses liegt schuhkurier vor. Darin erklärt das Unternehmen, dass man bereits in den vergangenen Saisons reagiert, „in unseren Markenaufbau stark investiert und signifikant die Spannen erhöht“ habe. „Wir bieten dem Handel eine Eingangskalkulation von durchschnittlich 155,2%. Mit dem von uns gewährten 3% Vororderrabatt (für alle bis Anfang August erteilten Aufträge) erzielen Sie eine Kalkulation von 163% – und dies bereits vor Ihrem individuellen Staffelrabatt“, heißt es weiter in dem Schreiben. Zudem verweist Caprice auf ein breites Nachlieferprogramm, individuelle Betreuung vor Ort und in den Showrooms sowie regionale Marketing-Werbemaßnahmen.
Die Vermarktung von Überhängen erfolge ausschließlich über den Handel. Man betreibe lediglich ein Outlet am Standort Pirmasens und habe keine eigenen Stores, betont das Unternehmen zudem. Jens Beining, CEO der Unternehmensgruppe Wortmann, äußerte sich ebenso gegenüber schuhkurier zum Brief: „Ja, die Initiative ist uns natürlich bekannt. Die herausfordernde Situation in unserer gesamten Branche – auf Handels- wie auch auf der Industrieseite stellt uns vor Aufgaben, die gelöst werden müssen und Antworten erfordern. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind noch Potentiale zu heben. Dazu ist sicherlich auch ein intensiver Austausch aller Beteiligten die Basis. Da die Thematik sehr vielschichtig ist, müssen dafür meiner Meinung nach der Handel, die Industrie aber auch die Verbände und evtl. auch die Warenwirtschaftssystemanbieter an einen Tisch. Hier gibt es ja bereits erfolgversprechende Initiativen, wie z.B. aktuell die des BTE zum Thema Datenaustausch. Mit den Initiatoren des offenen Briefes sind wir bereits in persönlichen vertiefenden Gesprächen. Wir begrüßen den offenen und konstruktiven Dialog, der nicht einseitig ist, sondern Raum für Verbesserungen in alle Richtungen gibt. Darüber hinaus sind wir selbstverständlich auch regelmäßig mit allen unseren Partnern im direkten individuellen und lösungsorientierten Austausch.“