Die Einzelhandelsunternehmen haben der Bundesagentur für Arbeit 4,5% mehr Ausbildungsplätze für Kaufmänner/Kauffrauen als im Vorjahr gemeldet. Bei den Verkäufern lag das Plus bei 3,5%.
„Die Zahlen zeigen, dass der Einzelhandel seiner gesellschaftlichen Verantwortung bei der Ausbildung gerecht wird und den Fachkräftebedarf des Handels durch gute Ausbildungsleistungen decken will. Die Karrierechancen in der Branche sind groß, über 80 Prozent der Führungskräfte kommen aus den eigenen Reihen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Dem Plus an angebotenen Stellen stehen allerdings immer weniger Bewerber und immer mehr unbesetzte Stellen gegenüber. „In einigen Regionen macht sich der demografische Wandel bereits bemerkbar“, so Genth weiter. Es sei jetzt notwendig, die berufliche Bildung weiter zu stärken. Politik und Gesellschaft müssten die berufliche Bildung stärker wertschätzen und als echte Karrierealternative zum Studium anerkennen. Die zentrale Stellschraube seien dabei objektive Berufs- und Studienberatungen, die alle Optionen gleichberechtigt darstellen müssten.