Am 13. und 14. November findet im Kongresscenter Estrel Berlin der Handelskongress Deutschland des HDE statt. In seiner politischen Rede forderte am Donnerstagmorgen HDE-Präsident Alexander von Preen, den Handel zu entlasten: „Der Einzelhandel hat in den letzten Jahren enorme Umbrüche und Transformationen durchlebt. Wir haben Verantwortung übernommen und uns den Herausforderungen gestellt“, die deutschen und europäischen Gesetze zur Einhaltung von Dokumentations- und Berichtspflichten, würden die Händlerinnen und Händler jedoch an ihre Grenze bringen: „Die Unternehmerinnen und Unternehmer, die dieses Land mit ihrem Ideenreichtum und Tatendrang stark gemacht haben, werden dadurch in die Passivität gezwungen.“ Im engen Korsett der Vorgaben und Verbote könnten zahlreiche Geschäftsideen gar nicht erst gedacht werden und blieben daher aus. Viele kleine Handelsunternehmen treibe die Bürokratie in die Geschäftsaufgabe, bevor sie eine Säule des Wohlstands hätten werden können. „Es ist an der Zeit, die bürokratischen Fesseln, die dieses Land so sehr hemmen, endlich zu zerschlagen“, so von Preen.
Außerdem müssten die Standortbedingungen verbessert werden, damit die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähig bleibt. Wichtig dafür seien niedrigere Energiekosten, eine funktionierende Sozialpartnerschaft und die Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen. „Eine robuste Wirtschaft und ein starker Handel sind die Basis für einen funktionierenden Sozialstaat, für zukunftsweisende Investitionen und für ein entschlossenes Engagement im Klima- und Naturschutz“, so der HDE-Präsident. Hierfür müssten die Unternehmen ihre Freiräume für die Problemlösung zurückerhalten. „Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer“, so von Preen.