Die aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hat ergeben, dass über den gesamten Einzelhandel nur 14% der Handelsunternehmen den Service der Bargeldauszahlung anbieten. Besonders im Lebensmittelhandel sei dieser Service aber bereits weit verbreitet. „Die Unternehmen bieten mit der Bargeldauszahlung einen Service, um ihren Kunden den Gang zum Geldautomaten zu ersparen“, so Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte beim HDE. Dabei stehe der Servicegedanke im Vordergrund und nicht die Kostenersparnis bei der Entsorgung von Banknoten.
Im Gegenteil: Den Händlern entstehen laut HDE bei der Barauszahlung Kosten, die in der Regel über den Entsorgungskosten für Banknoten durch den Wertdienstleister liegen. Grund dafür seien die von den Banken erhobenen Kartenentgelte, die der Handel auch für den Auszahlungsanteil wie bei einem normalen Einkauf tragen muss. „Der Handel sollte keine Gebühren an die Banken bezahlen müssen, wenn er Geld auszahlt und den Geldhäusern somit Arbeit abnimmt“, so Binnebößel weiter. Es sei im Interesse eines – auch von der Politik oft angemahnten – effizienten Bargeldkreislaufes, dass die Händler teilweise die Aufgabe der Banken zur Bargeldversorgung übernähmen.