Grundlage ist eine aktuelle Umfrage unter rund 650 Handelsunternehmen. Dennoch bleibt die Stimmung im Handel verhalten: Über die Hälfte der Befragten rechnet mit rückläufigen Umsätzen, 42 % erwarten Stagnation im zweiten Halbjahr.
Als größte Belastung nennt der HDE die rasant steigenden Lohnnebenkosten. Präsident Alexander von Preen warnt: Ohne politische Gegenmaßnahmen drohen in den kommenden Jahren Sozialversicherungsbeiträge von bis zu 50 % – mit gravierenden Folgen für Arbeitsplätze. Der Verband fordert deshalb eine dauerhafte Deckelung der Beiträge auf 40 %, um wirtschaftliche Planungssicherheit zu gewährleisten.
Kritisch sieht der HDE auch die Entscheidung der Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag versprochene Stromsteuersenkung nicht umzusetzen. Dies bedeute nicht nur ein Vertrauensbruch, sondern entziehe Unternehmen und Verbrauchern dringend benötigten finanziellen Spielraum.
Der Einzelhandel habe in den vergangenen Jahren Verantwortung übernommen – jetzt sei die Politik am Zug, so von Preen. Die Bundesregierung müsse ihren Worten Taten folgen lassen und für spürbare Entlastungen sorgen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und einen drohenden Abschwung abzuwenden.