Der Handelsverband Deutschland (HDE) begrüße, dass die von den Bundesministern Sigmar Gabriel, Thomas De Mazière und Alexander Dobrindt am Montag auf der CeBIT angekündigte Digitale Agenda über reine Technologie-Themen hinaus auch auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft eingehen soll. Allerdings hätte der immer wichtiger werdende Bereich E-Commerce stärkeren Niederschlag in der Ausformulierung der Zentralen Aktionsfelder der Digitalen Agenda finden müssen, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des HDE, Stephan Tromp.
Das große Wachstum im Onlinehandel verändere die Handelslandschaft grundlegend und beschleunigt den Strukturwandel im Einzelhandel. „Im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Wirtschaft darf nicht nur an die Industrie gedacht werden. Das ist zu kurz gesprungen. Der Einzelhandel befindet sich im größten Strukturwandel seit der Einführung der Selbstbedienung“, so Tromp weiter. Es gilt zum einen, Chancen zu ergreifen, und zum anderen, völlig neue Herausforderungen zu meistern. Dafür sind politische Rahmenbedingungen nötig, die faire Wettbewerbungsbedingungen und Wachstum sichern. Der HDE hat daher kürzlich einen Runden Tisch angekündigt, um die weitere Entwicklung gemeinsam mit Unternehmen, Gemeinden und Politik aktiv zu begleiten.