Im seit elf Monaten laufenden Tarifkonflikt zwischen den Handelsverbänden und der Gewerkschaft Verdi ermöglichen es nun der HDE und die Landesverbände, die Löhne und Gehälter auch ohne Abschluss bis zu einer Obergrenze von 10% zu erhöhen. Die freiwilligen Erhöhungen sind auf einen späteren Tarifabschluss anrechenbar.
Die Verbände haben sich darauf geeinigt, die Option den tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen in allen Regionen einzuräumen. Die Erhöhung kann mit Beginn des neuen Tarifjahres umgesetzt werden. Auszubildendenvergütungen können mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2024 angepasst werden.
„Wir sind nach nunmehr elf Monaten Tarifkonflikt mit mehr als 60 Verhandlungsrunden bundesweit zu der Auffassung gelangt, dass Verdi leider keinerlei Interesse an einem zeitnahen Abschluss im Einzelhandel hat. Für uns ist das eine bittere Erkenntnis, zumal wir unser Angebot mehrmals nachgebessert hatten“, erklärt HDE-Tarifgeschäftsführer Stefan Haarke. Mit dem letzten Angebot der Arbeitgeber seien Reallohngewinne gesichert gewesen, da die Inflation aktuell wieder zurückgeht. „Wir streben weiter eine baldige Befriedung des Tarifkonflikts an, dazu muss die Gewerkschaft Verdi endlich ihre Blockadehaltung aufgeben“, so Haarke.