Der Handelsverband Deutschland (HDE) begrüßt den Entschließungsantrag des Bundesrats, der strengere Verbraucherschutzpflichten und Marktverantwortung für Onlineplattformen im Handel mit Drittstaaten fordert. Ziel ist es, faire Wettbewerbsbedingungen für europäische Händler sicherzustellen. HDE-Vize Stephan Tromp betont, dass Anbieter, die auf dem europäischen Binnenmarkt verkaufen, die gleichen Standards bei Produktsicherheit, Steuern und Verbraucherrechten einhalten müssen. Der HDE sieht im Antrag einen wichtigen Schritt für einen fairen digitalen Markt und ruft Bundesregierung und EU zu schnellem Handeln auf.
Parallel warnt der HDE vor einer dramatisch wachsenden Fachkräftelücke im Einzelhandel, insbesondere bei Verkaufskräften. Die Politik müsse jetzt dringend die Rahmenbedingungen anpassen, etwa durch Abschaffung der Rente mit 63 und eine Anhebung des Renteneintrittsalters entsprechend der steigenden Lebenserwartung. Zudem fordert der Verband den Ausbau der Ganztags-Kita-Versorgung bis 20 Uhr, auch samstags, sowie eine optimierte Zuwanderung von Fachkräften. Kritisch sieht der HDE geplante Steuerprivilegien für Mehrarbeit und Teilzeitaufstockung, da diese falsche Anreize setzen und die Tarifautonomie beeinträchtigen könnten.