Alle Geschäftsbereiche und wirtschaftlichen Aktivitäten entlang der Lieferkette seien betroffen. „Die Beziehungen zu Lieferanten und Kunden wandeln sich tiefgreifend. Zentraler Faktor ist die enge Vernetzung der Vertriebs- und Kommunikationskanäle – stationär, online, mobil“, betont der HDE-Präsident. Es bedürfe neuer, moderner Regeln, damit Händler die im Zuge der Digitalisierung entstehenden Möglichkeiten optimal nutzen können. Auf nationaler und europäischer Ebene gehörten daher wichtige strategische Entscheidungen auf die Agenda, um durch eine Modernisierung des Rechtsrahmens die Voraussetzungen für die Digitalisierung des Handels zu schaffen. Ein ebenso wichtiges Thema sei der Datenschutz, der für Handel und Verbraucher keine zu hohen Hürden aufbauen dürfe.
Mit dem Forum Handel 4.0 will der HDE den laufenden Digitalisierungsprozess mit dem Ziel begleiten, das Potenzial für den Handel in einer zunehmend digitalen Gesellschaft auszuschöpfen. „Gefragt ist hierzu innovatives Handeln der Unternehmen, aber eben auch beherztes Handeln der Politik“, so Sanktjohanser. Das Forum wird sich aber auch mit gesellschaftlichen und Standortfragen beschäftigen. „Die weitere Entwicklung des Handels im Zeitalter der Digitalisierung ist eng mit der Frage der Stadt von morgen verknüpft.“ Attraktiven und lebenswerten Innenstädten komme eine immer größere Bedeutung zu.