Mit dem HDE-Konsumbarometer für Juli setzt sich der Aufwärtstrend bei der Verbraucherstimmung in Deutschland weiter fort. Zwar legt der Index nur langsam zu, doch er erreicht seinen höchsten Stand seit Juli 2024. „Bleiben die Verbraucherinnen und Verbraucher optimistisch, ist mit einer Erholung in kleinen Schritten zu rechnen“, heißt es vom Handelsverband Deutschland (HDE).
Einen kräftigen Schub für den privaten Konsum erwartet der HDE jedoch vorerst nicht. Grund ist vor allem die im Vergleich zum Vormonat gesunkene Anschaffungsneigung der Verbraucher. Zwar planen viele, ihre Sparanstrengungen zu reduzieren und auf Ersparnisse zurückzugreifen, doch blicken sie pessimistischer auf ihre eigene Einkommenssituation. „Den noch im Vormonat herrschenden finanziellen Optimismus der Verbraucher könnten die zwar angekündigten, aber bislang nicht umgesetzten Entlastungsvorhaben der Bundesregierung ausgebremst haben“, so der HDE.
Positiv bleibt dagegen der Blick der Verbraucher auf die konjunkturelle Entwicklung insgesamt. Dennoch agieren viele Konsumenten weiterhin vorsichtig, weshalb die Konsumzurückhaltung spürbar bleibt. „Für eine schnelle Erholung des privaten Konsums agieren die Verbraucher noch zu vorsichtig, die Konsumzurückhaltung ist noch immer spürbar. Ein größerer Wachstumsschub ist daher auch gesamtwirtschaftlich zunächst nicht zu erwarten“, so das Fazit des HDE.
Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Befragung von 1.600 Personen zu Anschaffungsneigung, Sparneigung und finanziellen Erwartungen. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die Stimmung für die kommenden drei Monate und wird vom Handelsblatt Research Institute im Auftrag des HDE erstellt.