Das Jahr 2023 war eine Herausforderung für den deutschen Einzelhandel. Neben den Kriegen in der Ukraine und in Nahost setzten auch die sinkende Konsumstimmung sowie der Arbeitskräftemangel den Geschäften zu. Auch im Jahr 2024 werde man mit diesen Problemen zu kämpfen haben, dennoch ist das HDE vorsichtig optimistisch über das Jahresergebnis. So soll laut dem Handelsverband Deutschland ein Umsatzwachstum um nominal 3,5 Prozent und real 1% stattfinden. Das gehe aus Ergebnissen einer Umfrage unter rund 850 Handelsunternehmen hervor.
„Das laufende Jahr wird für den Einzelhandel aller Wahrscheinlichkeit nach besser als das vergangene“, sagt HDE-Präsident von Preen. „Auch wenn die Kaufkraftverluste der letzten beiden Jahre nicht ausgeglichen werden können, ist das zumindest eine positive Signalwirkung für die Branche.“ Trotz der zuletzt enttäuschen Verläufe des Onlinehandels bleibe auch hier das Umsatzniveau hoch.
Ein weiteres gravierendes Problem sieht der HDE-Präsident auch im Fachkräftemangel und warnt damit zusammenhängend vor einem Rechtsruck in Politik und Gesellschaft. „Vielen Branchen der deutschen Wirtschaft geht das Personal aus“, so von Preen. „Schon allein diese offensichtliche Herausforderung sollte Grund genug sein einzusehen, dass man mit der Ausgrenzung und der Verächtlichmachung von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen, die ihr Glück in unserem Land suchen, den Holzweg beschreitet.“ Laut von Preen schade dementsprechend jede Politik, die grundsätzliche auf Ausgrenzung oder Abschottung setzt, der Zukunft des Einzelhandels in Deutschland.