Laut aktuellem HDE-Konsumbarometer hat sich die Verbraucherstimmung für September das erste Mal in diesem Jahr deutlich verschlechtert. Der Wert ist auf 95,97 gefallen. Bereits im August (97,64) ist der Wert minimal gesunken, nachdem er im Juli bei 97,73 lag. Die Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher für das restliche Jahr seien gedämpft, schlussfolgert der HDE, eine Erholung des privaten Konsums sei nicht in Sicht.
Die Anschaffungsneigung hat sich mit einem Wert von 86,61 minimal verbessert (August: 86,57). Die Sparneigung ist deutlicher auf 109,36 gestiegen (August: 108,63), was bedeutet, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher weniger sparen möchten. Jedoch ist die Einkommenserwartung auf 97,63 gefallen (August: 100,10), was erklärt, warum trotz des sinkenden Bedürfnisses, sparen zu müssen, die Kauflaune nicht steigt.
Das HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer, das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird, hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.