Idylle und Leerstand am Niederrhein
Vier Städte im Portrait
- 12.08.2025
- Lisa Dartmann
- 1 Minute
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Vier Städte im Portrait
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Headerfoto: Der Neumarkt als zentraler Platz in Krefeld ist ein beliebter Anziehungspunkt. (Foto: Redaktion)
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Schuhkolade – was Frauen gerne mögen – nicht nur der Name ist eine Versuchung wert. (Foto: Redaktion)
Die historische Stadt Kempen hat sich in ein Blütenmeer verwandelt. Entlang der Stadtmauer und in der Stadt blühen Lavendel und heimische Wildblumen. Heute ist Buttermarkt und es ist nur schwer, einen Parkplatz zu finden. Die gepflegte Stadt am Niederrhein mit 34.977 Einwohnern hat trotz des Tourismus ihren natürlichen Charme behalten. Gemütlich flanieren wir im Rundlauf durch die Innenstadt, vorbei an einladenden kleinen Cafés, Wirtshäusern, Boutiquen und Geschenkartikelläden. Alles ist verkehrsberuhigt und gepflegt, die Atmosphäre entspannt. Einzelhandel wie im Bilderbuch. Die Menschen grüßen freundlich und auch in den Geschäften kommt man gleich ins Gespräch. Jeder schwärmt von der netten Atmosphäre. „Kempen hat eine wunderschöne, funktionierende Innenstadt mit einer guten Mischung aus Einzelhandel und Gastronomie“, bestätigt nicht nur der Werbering Kempen. „Wer hier am Abend essen will, muss einen Platz reservieren, so beliebt ist die hübsche Stadt“, erzählt eine Einzelhändlerin.
Rund 100 Geschäfte gibt es, etwa die Hälfte davon sind kleine individuelle Modeboutiquen, Geschenkartikelläden, Schuhgeschäfte und Concept Stores. „Kempen leidet noch nicht an Leerstand wie viele andere Städte. Durch die Attraktivität rechnen wir sogar damit, dass wir Potenzial aus anderen Städten in der Umgebung abziehen können“, so Rainer Hamm vom Werbering. Lediglich bei einem Neubau mit vier Ladenlokalen in 1b-Lage sei die Vermietung schwierig. Kempen funktioniert und zieht immer mehr Menschen aus dem Umfeld an, inzwischen sehr viele aus Krefeld und auch aus Moers, freut sich Rainer Hamm. Seiner Meinung nach könnte Kempen noch ein paar Schuhgeschäfte gebrauchen. Ein Schuhgeschäft auf der Kuhstraße habe gerade geschlossen, aber die anderen hier ansässigen Schuhhäuser seien mehr als zufrieden. Schuhkolade, Textil und Schuhe, „Was Frauen gerne mögen“, heißt der kleine Laden in der Peterstraße 29. „Wir sind Kempener und haben ein großes Einzugsgebiet von Grefrath über Kleve, Viersen und Krefeld bis nach Düsseldorf“, freut sich Marie Therese Schale, die im Geschäft bedient. „Die Stadt ist sehr beliebt und wir bedienen viele Stammkundinnen.“ Die kleine Boutique, seit 2007 hier ansässig, hat ein Sortiment mit überwiegend Mode und 20 % Schuhanteil mit Marken wie Copenhagen, Softclox, Marc O’Polo, Pomme d’Or oder Victoria.
Ein Anziehungspunkt ist auch das Modehaus Kaenders, das seit 2020 in Kempen ein Geschäft mit rund 700 qm Verkaufsfläche führt. Viele Stammkunden, aber auch Laufkunden kommen dorthin, um hochwertige Damen- und Herrenbekleidung zu kaufen. Bei den Herren gibt es Schuhe von Bugatti, Digel und Jack & Jones. „Die Männer kaufen Schuhe und Bekleidung meist als komplettes Outfit“, erzählt Heidrun van Afferden, die seit 18 Jahren in dem Familienunternehmen arbeitet. Das Schuhhaus Köhler GmbH in der Orsaystraße 12 liegt etwas abseits vom innerstädtischen Rundgang. „Wir sind sehr zufrieden und bedienen zahlreiche Stammkunden. Über den Preis spricht hier niemand“, berichtet Marion Hoormann, die seit elf Jahren als Filialleiterin mit Begeisterung und fachlicher Kompetenz verkauft. Zu jedem Schuh kann sie einen Roman erzählen. Das Schuhhaus führt Marken wie Tamaris, Paul Green, Gabor, Hoff, Remonte, Legero, Ara und Lloyd. Das Einzugsgebiet reicht von Duisburg und Mönchengladbach bis in die Niederlande.
„Wir sind sehr zufrieden und bedienen zahlreiche Stammkunden. Über den Preis spricht hier niemand.“
Sabine Moormann|Schuhhaus Köhler
228.500 Einwohner zählt die Stadt, die einmal berühmt für ihre Seidenindustrie war. Den Namen „Stadt aus Samt und Seide“ hat sie beibehalten. Unser Rundgang beginnt am neu gestalteten Bahnhofsvorplatz entlang des begrünten Ostwalls über den Südwall zur Hochstraße. Im südlichen Teil der Fußgängerzone befinden sich zahlreiche Billigläden und Imbissbuden. Die 1A-Lage beginnt erst am Neumarkt. Der zentrale Platz mit seinen vielen Außengastronomieplätzen ist an diesem sonnigen Freitag ein Anziehungspunkt für die Menschen. 39 Lampenschirme in bunten Farben verschaffen ihm eine gemütliche Atmosphäre. Der Blick geht auf den ehemaligen Galeria Kaufhof. Das Kaufhaus wurde im Januar 2024 nach 70 Jahren geschlossen. Von den einst glorreichen Zeiten war schon lange nichts mehr zu spüren. Jetzt steht die Großimmobilie mit dem grünen Schriftzug vor einer neuen Ära, „falls die Vertragsverhandlungen mit dem neuen Investor erfolgreich verlaufen und hier ein neues Konzept realisiert werden kann“, berichtet Markus Ottersbach vom Handelsverband Nordrhein-Westfalen, Krefeld-Kempen-Viersen. Ein Symbol für den Umbruch in der Innenstadt. Aber der Handelsverband ist zuversichtlich: „Galeria hat eine Lücke hinterlassen, aber mit der Entwicklung der Innenstadt geht es Stück für Stück aufwärts.“ Markus Ottersbach betont: „Nicht nur in Krefeld werden wir weiter Handelsflächen verlieren.“ Er ergänzt: Um diesen Trend abzumildern, stehen Fördermittel für neue Geschäfte bereit. Als Starthilfe zahlen Neumieter zwei Jahre lang nur 20 % des Mietpreises. Die Quadratmeterpreise in der Innenstadt liegen bei ca. 10 bis 40 Euro.
Unser Bummel durch die Hochstraße führt an den bekannten Filialisten Snipes, Fielmann, Thalia, Jack & Jones, Camp David und Sinn vorbei. New Yorker hat im Frühjahr 2025 das ehemalige Thalia-Haus in der Hochstraße 90-92 bezogen. Die repräsentative Immobilie über drei Etagen ist ein architektonischer Lichtblick. Viele kleine Geschäftshäuser sind dagegen in die Jahre gekommen. In der Einzelhandelsentwicklung hinkt Krefeld hinterher. Neue Objekte wurden seit vielen Jahren nicht mehr errichtet, zeigt uns das Stadtbild. Es fehlt ein einheitlicher Stil. Hier und da bröckeln die Fassaden. Einige Läden stehen leer. Die Leerstandsquote liegt bei 13 %. 70 Maßnahmen zur Aufwertung der Innenstadt seien vom Rat der Stadt beschlossen worden. Markus Ottersbach: „Es erfordert aber Zeit und Geduld, negative Entwicklungen der vergangenen 10 bis 20 Jahre merkbar ins Positive zu wenden.“
Auf der Hochstraße gibt es nur wenige Schuhgeschäfte. Vor zwei Jahren sollen es laut Handelsverband noch 15 gewesen sein. Das Schuhhaus Klauser befindet sich auf der Hochstraße 119. Christian Hoppe, Geschäftsführer Schuhhaus Klauser GmbH, Wuppertal, betont: „Mit der Entwicklung in Krefeld sind wir nicht zufrieden. Wünschenswert sind Stadtfeste, Dekorationskonzepte zu bestimmten Jahreszeiten in der Fußgängerzone durch Stadt und Verbände. Insgesamt wäre Sauberkeit in Krefeld ein Thema.“
Ein hochwertiges Schuhangebot finden wir bei Grüterich. Das renommierte Schuhhaus, seit 1961 in Krefeld ansässig, befindet sich auf der Hochstraße 130. Das Schuhgeschäft in Krefeld hat ca. 550 qm Fläche. Im Februar 2024 wurde die Herrenabteilung nach unten verlegt. „Es läuft ordentlich“, so Inhaber Paul Prange. „Preiswerte Sortimente bekommen die Leute überall, bei uns finden sie hochwertige Markenschuhe“. Das Personal sei eingespielt und das Schuhangebot stimmig. Er sei mit dem Umfeld zufrieden. Es gebe ein abwechslungsreiches Angebot. Die Anbindung an das Einkaufszentrum Schwanenmarkt sei für sein Geschäft ideal. Dort wurde u. a. Ende 2024 der H&M-Store renoviert.
Die Krefelder Prachtmeile ist komplett überdacht. Die Geschäfte in der Königstraße sind überwiegend inhabergeführt. (Foto: Redaktion)
Was für Düsseldorf die Königsallee ist, ist für Krefeld die Königstraße. Sie ist über verschiedene Gässchen mit der Hochstraße verbunden. In der überdachten Einkaufsstraße betreiben Mieter wie Leguano, Lloyd, Marc O’Polo, Rigby & Peller, Tommy Hilfiger oder Intersport Borgmann ihre Geschäftslokale. Ein attraktiver Mittelpunkt ist der Krefelder Stadtmarkt mit einem Feinkostgeschäft, Restaurant und Außengastronomie. Manche Krefelder kommen extra in die Königstraße, nur um dort einzukaufen und zu essen. Hier führt Oliver Reiners mit seiner Ehefrau Susanne in vierter Generation ein Feinkostgeschäft, Delikatessen Franken. Oliver Reiners vertritt auch die Interessengemeinschaft Königstraße: „Es wurden aus einer gut funktionierenden Straßengemeinschaft hier Jahr für Jahr Dinge aus eigenem Engagement der Händler vor Ort verbessert, wie neue Blumenkübel und Blumenampeln. Aber auch regelmäßige Anstrichund Reinigungsarbeiten sowie moderne Beleuchtungskonzepte halten die Königstraße attraktiv. Wir tun, was wir können.“ Das Publikum hier sei anspruchsvoller. In den überwiegend inhabergeführten Geschäften kaufen viele Stammkunden. Trotzdem gebe es auch hier Probleme, attraktive Mieter für die Straße zu gewinnen. Beim Wechsel der Straßenseite stört uns der ununterbrochene Pkw-Verkehr durch die schmale Straße.
Moers ist mit 108.000 Einwohnern eine kleine Großstadt am linken Niederrhein, mit viel Grün und einer historischen Altstadt mit engen Gassen und kleinen Plätzen. Die Innenstadt teilt sich in Quartiere auf. Die Steinstraße zwischen Neumarkt und „Kö“ (Königlicher Hof) ist die 1A-Lage. Hier haben die Filialisten für Bekleidung, Sportartikel, Lederwaren und Schuhe ihre Niederlassungen. Am Neumarkt hat das Mode- und Sportcenter Braun seinen Sitz. Das Altstadtquartier mit Neu-, Kirch-, und Friedrichstraße zieht vor allem Einkaufsindividualisten an. Der Bummel entlang vieler inhabergeführter Geschäfte ist entspannt. Moers Marketing hat für das Jahr 2024 die Frequenz in der Innenstadt digital gemessen. Mit rund 5 Mio. Besuchern im Jahr sei bei einem Plus von 4 % eine neue Rekordzahl seit Erfassung der Daten erreicht, freut sich Geschäftsführer Michael Kersting. Gepunktet habe die Stadt mit Veranstaltungen wie dem City-Trödelmarkt, den Stadtfesten, der Kirmes und dem Weihnachtsmarkt. „Wir können keinen Frequenzmangel verzeichnen“, so Kersting. „Aber wir nehmen auch den Wandel des Konsumverhaltens wahr. Gastronomiebetriebe sind wichtiger geworden.“ Für die Besucher gibt es seit dem 1. Juli die Moers Card, ein Zahlungsmittel, das Kaufkraft an den Standort binden und die Konsumenten für lokales Shoppen und Schlemmen sensibilisieren soll.
Moers bietet mit über 200 Geschäften und Modehäusern einen abwechslungsreichen Einzelhandelsmix. Der Leerstand liegt laut Wirtschaftsförderung aktuell bei nur 4 %. Mit Schuhgeschäften wie Schuhhaus Böhmer, Schuhhaus Nass und Schuhhaus Dismer, aber auch mit Filialisten wie Deichmann, Snipes und Tamaris sei der Ort gut aufgestellt. Die Frequenz sei an allen Standorten rückläufig, insbesondere seit Ende Januar, schränkt Christian Hoppe, Geschäftsführer der Klauser-Schuhe GmbH, zu der auch das Schuhhaus Böhmer gehört, ein. Ein Magnet in Moers ist das Mode- und Sport-Center Braun mit seiner riesigen Schuh- und Taschenabteilung. In zwei Häusern, auf fünf Etagen und über 18.000 qm bietet das Geschäft internationale Marken-Mode für Damen, Herren und Kinder. Außerdem gibt es hier ein Café und ein Restaurant. Braun zählt sich selbst zu den größten Bekleidungshäusern am Niederrhein. Das Unternehmen wurde 1920 von Babette und Rudolf Braun gegründet. Es wird heute in vierter Generation mit rund 400 Mitarbeitenden geführt. Das Schuhhaus Dismer befindet sich auf der Kirchstraße 8 zwischen Altstadt und Neustadt. Inhaber Henrik Dismer hat das rund 200 qm große Geschäft 2016 übernommen. Beschäftigt sind sechs Mitarbeiterinnen. Kurz vorher hatte das Modehaus Braun eine große Schuhabteilung eröffnet. Natürlich sei das Modehaus mit dem gigantischen Schuhangebot ein Konkurrent. Dismer: „In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Braun ist bedeutend für den Standort und bringt mehr überregionale Kunden. Aber wir heben uns durch Beratung und eine persönliche Atmosphäre im Geschäft ab. Wir sind an diesem Standort etwas höherwertiger als sonst angesiedelt und erzielen mit Damenschuhen hier den höchsten Durchschnittspreis.“ Auch mit Herrenschuhen sei er gut aufgestellt. In dem liebevoll eingerichteten Geschäft bietet Dismer auch ein kleines Sortiment an Bekleidung an. „Das lockert auf und wir können immer wieder ein neues Bild bieten.“ Es gebe zwar Überschneidungen im Sortiment, aber mit Marken wie Arche, El Naturalista, Leguano und dem Barfußthema versuche er, sich von dem großen Modehaus abzuheben. Insgesamt findet Henrik Dismer den Standort Moers schön. Hier gebe es viele individuelle Geschäfte, ergänzt durch Filialisten und ein sehr gutes Gastronomieangebot. Das erhöhe die Aufenthaltsdauer.
Wer in Mönchengladbach mehr als einen Einkaufsbummel machen möchte, sollte Kondition haben. Über eine Länge von mehr als einem Kilometer steigt die Hindenburgstraße zwischen Hauptbahnhof und Alter Markt an. Wer noch nicht aus der Puste ist, setzt im oberen Teil mit über 5 % Steigung zum Endspurt an. Daher wird die Hindenburgstraße im Volksmund auch als steilste Shopping-Meile Deutschlands bezeichnet.
Die Wirtschaftsförderung hat den Standort Mönchengladbach mit 275.000 Einwohnern analysiert. Projektmanager Michel Hontoy: „Eine Herausforderung ist die Revitalisierung der Innenstadt, die in den letzten Jahren unter strukturellem Leer- stand und dem Wandel im Einzelhandel gelitten hat.“ Den Leerstand beziffert die Wirtschaftsförderung auf ca. 15 %. Er spiegelt sich insbesondere in der Hindenburgstraße wider, die in den letzten Jahren an Attraktivität verloren hat. Ein Verlust für die Hindenburgstraße war insbesondere die Schließung von Galeria Kaufhof im Januar 2024. In der Standortanalyse heißt es weiter, dass die zentrale Einkaufsstraße in den letzten Jahrzehnten Veränderungen erlebt habe, vor allem durch die Eröffnung des Einkaufszentrums Minto in der mittleren Hindenburgstraße. Das Minto, eröffnet 2015, habe als Magnet mit über 15 Mio. Besuchern pro Jahr Kaufkraft nach Mönchengladbach zurückgebracht und der Stadt ein neues, positives Image verliehen. Allerdings hat das Minto auch negative Auswirkungen auf die umliegenden Einzelhandelslagen, schränkt die Studie ein. Das Minto fungiere als „Stadt in der Stadt“ und ziehe viele Besucher von außerhalb an, die dann aber nur das Einkaufszentrum besuchen. Der übrige Einzelhandel entlang der Hindenburgstraße profitiere wenig von diesen Besucherzahlen, so Michel Hontoy. Viele Geschäfte hätten schließen müssen und wurden durch wenige attraktive Konzepte ersetzt. „Es besteht ein größeres Gefälle der Mietpreise zwischen dem Minto und weiteren Lagen an der Hindenburgstraße.“ Es müssten Konzepte her, um die Menschen herauszulocken, vor allem eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität sei dringend notwendig. „Wir müssen die Menschen dazu bringen, auch einmal aus dem Minto herauszugehen.“ Zur mangelnden Aufenthaltsqualität der Hindenburgstraße fällt uns beim Besuch in Mönchengladbach auf: Eine unattraktive breite asphaltierte Fahrbahn trennt die beiden Straßenseiten voneinander. Zwar fährt hier kein Pkw, aber die Linienbusse, die wiederum Kunden in die City bringen. Im Juli 2025 hat Decathlon im Minto eröffnet. Humanic hat dagegen gleich mit der Eröffnung eine Fläche von ca. 400 qm belegt.
Christian Krenn, Humanic, Bereichsleiter Sales und Expansion in Österreich und Deutschland: „Der Standort entwickelt sich solide und liegt aktuell sogar über dem Branchenschnitt. Wir sind mit der bis- herigen Entwicklung sehr zufrieden und sehen den Standort weiterhin als vielversprechend. Wir sehen stets Potenzial für Verbesserungen und arbeiten kontinuierlich daran, unser Sortiment noch attraktiver zu gestalten und das Einkaufserlebnis zu optimieren. Wir stehen aktuell sehr gut da, arbeiten jedoch laufend daran, noch besser zu werden.“ Das renommierte Schuhhaus Grüterich profitiert vom Minto. Das Geschäft auf der Hindenburgstraße 106 ist hier seit 1961 ansässig. Vor drei Jahren wurde das Haus mit einer Verkaufsfläche von ca. 700 qm komplett umgebaut und modernisiert. „Der Standort gegenüber vom Einkaufszentrum Minto bringt uns Frequenz und ist für viele Kunden ein Nahversorgungszentrum“, sagt Inhaber Paul Prange. Die Konkurrenzsituation zu Düsseldorf und dem Designer Outlet in Roermond mit über 200 Geschäften direkt hinter der Grenze sei definitiv gegeben. Allerdings sei diese Situation „gelernt“ und der Einzelhandelsstandort habe eine gewisse Resilienz. Mönchengladbach habe aber auch Vorteile, meint Schuhhändler Paul Prange: Düsseldorf platze samstags aus allen Nähten. Wenn dann noch um 12 Uhr alle Parkhäuser besetzt seien, hätten viele Kunden vom Niederrhein keine Lust, in die Großstadt zu fahren. Ähnlich sei es mit Roermond.