Auch 2025 werde die deutsche Wirtschaft nicht in Schwung kommen, heißt es seitens des Ifo Instituts. So wird ein minimales Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2% erwartet, was ebenfalls 0,2% unter der im Winter aufgestellten Prognose liegt. Erst für 2026 könne sich die Lage etwas verbessern – das Ifo Institut prognostiziert hier ein Wachstum um 0,8%. „Die deutsche Wirtschaft steckt fest. Trotz einer wieder anziehenden Kaufkraft bleibt die Konsumlaune verhalten, und auch die Unternehmen investieren zurückhaltend“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen.
Während die Industrie unter einer schwachen Nachfrage und dem zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck zu kämpfen hat, sorgen nationale und internationale politische Unsicherheiten für „erhebliche Risiken.“ Gerade die potenziell bevorstehenden Zollerhöhungen auf EU-Exporte könnten die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen.
Auch die innenpolitische Lage Deutschlands sei derweil kein Grund zum Aufatmen: Zwar seien Maßnahmen zur Stärkung der Infrastruktur und Verteidigung im Gespräch, heißt es vom Ifo Institut, doch ob und wann sie umgesetzt werden, bleibe offen. „Eine verlässliche Wirtschaftspolitik ist essenziell, um Vertrauen zu schaffen und Investitionen anzukurbeln“, so Wollmershäuser weiter. „Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit, insbesondere angesichts der aktuellen Herausforderungen durch den Strukturwandel in der Industrie.“