„Wir freuen uns, dass die ILM in turbulenten Zeiten eine stabile und sichere Bank für Aussteller und Besucher darstellt“, sagte Messe-Geschäftsführer Arnd Hinrich Kappe. Nicht nur im Inland, vor allem auch für den internationalen Fachhandel habe sich die ILM zum wichtigsten Marktplatz der Lederwaren-, Accessoires- und Reisegepäckbranche entwickelt. Über Europa hinaus kämen Einkäufer aus den USA, Asien und dem Mittleren Osten verstärkt nach Offenbach, um hier ihre Orders zu platzieren. Neben dem klassischen Lederwarenfachhandel besuchten immer mehr Schuh- und Textilhändler sowie Einkäufer namhafter Department und Concept Stores die Messe, um ihr Angebot durch Taschen und Accessoires zu ergänzen, so Kappe weiter.
Order & Austausch stehen im Mittelpunkt
Zur 151. Ausgabe zeigten rund 300 Aussteller ihre Kollektionen auf einer nach Produktsegmenten klar gegliederten Fläche von rund 13.000 qm. Das Spektrum reichte von Taschen und Kleinlederwaren über Reisegepäck, Business- und Schulartikel bis hin zu Schirmen, Gürteln und modische Accessoires. Im Fokus standen die Kollektionen für Frühjahr/Sommer 2020. Alle renommierten Labels der Taschen- und Accessoires-Szene, aber auch junge Aufsteiger-Labels sind in Offenbach vertreten. Im neuen, auf moderne Kommunikation und Innovationausgerichteten Concept Square begeisterten die „Newcomer“ nach Angaben der Messe mit spannenden Produkten und kreativen Ideen. Nicht zuletzt ist die ILM aber auch ein unverzichtbarer Standort für das wichtige Segment Reisegepäck. „Aber neben einer attraktiven Produktauswahl sind starke, verlässliche Partnerschaften zwischen Industrie und Handel notwendig, um in Zukunft erfolgreich Geschäfte zu betreiben“, sagte Georg Picard vom gleichnamigen Unternehmen. Die Themen digitale Kommunikation, Social Media und eine effiziente Warensteuerung am POS seien wichtige Themen, die den Handel vor große Herausforderungen stellen. Auch die gelungene Produktinszenierung am POS sorgte für viel Gesprächsstoff auf der ILM. Immer wieder wurde vom Handel betont, wie wichtig der persönliche Austausch, der direkte Kontakt zu den Anbietern und das „Anfassen“ der Produkte vor Ort ist. „All das kann nur eine gute Messe wie die ILM leisten“, so ein Händler aus dem Süddeutschen stellvertretend für viele seiner Kollegen.
Trends auf der ILM: von Nachhaltigkeit bis Neon
Neue modische Themen wurden gesucht und gefunden. Das Spektrum für die Saison Frühjahr/Sommer 2020 ist vielfältig: Monochrome Optiken stehen dekorierten Styles gegenüber. Neutrale, klassische Farben unterstreichen den Trend zu einer cleaneren, angezogeneren Mode. Knallige Colorits bis hin zu Neon setzen Akzente. „Insgesamt geht die Tendenz bei Taschen zu kleinen und mittleren Formaten“, sagt Peter Schwarz von Aigner. Im sportlichen Bereich sind funktionale Bagpacks und Belt Bags gefragt – insbesondere aus strapazierfähigen Hightech-Materialien. Darüber hinaus gewinnt das Thema Nachhaltigkeit an Bedeutung. Auch im Taschen-Segment setzen zahlreiche Hersteller auf Recycling und vegane Verarbeitung. „Hochwertiges Leder bleibt aber nach wie vor ein wichtiges und unverzichtbares Material für unsere Produkte und unsere Branche“, ist sich Christiane Brunk von Braun Büffel ganz sicher. Interessant: Business-Handtaschen und Accessoires für Herren werden immer wichtiger und sorgen für neue Kaufimpulse am POS.
ILM feiert Jubiläum
Ihren 70. Geburtstag feierte die ILM mit einer glamourösen Veranstaltung und der Verleihung der ILM Awards im Capitol Offenbach. Am Abend des 7. September wurden die begehrten Preise im festlichen Rahmen an die „Besten der Besten“ verliehen. Gewinner in der Kategorie „Best in Basics“ ist Braun Büffel, in der Kategorie „Best in Fashion“ wurde Bree ausgezeichnet und den Award in der Kategorie „Best Newcomer“ erhielt das junge Unternehmen MDLR.
Die ILM Winter Styles 2020 geht vom 29. Februar bis 2. März 2020 in Offenbach an den Start.