Bei dem Meeting im Haus der Hessischen Wirtschaft in Frankfurt stellte IRV-Geschäftsführer Manfred Junkert die Bedeutung der CITES Nachweisregelung heraus. Diese regelt den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Sie dient dem Schutz dieser Arten vor übermäßiger Ausbeutung durch die Regulierung von Ein- und Ausfuhr durch Bescheinigungen. Zuständige Behörde ist das Bundesamt für Naturschutz (BfN).
„Nicht zuletzt in Zeiten des globalen und teilweise schwer kontrollierbaren Online-Handels ist dieses einzigartige und funktionsfähige Kennzeichnungsverfahren für Fertigwaren aus Reptilleder unverzichtbar für den Artenschutz“, erklärte Manfred Junkert bei der Mitgliederversammlung des IRV.
Seit mehr als 50 Jahren engagiert sich der Internationale Reptillederverband e.V. mit Sitz in Offenbach laut eigenen Angaben aktiv für den Artenschutz bedrohter Tierarten. Seit seiner Gründung im Jahr 1972 beschäftige er sich mit Lösungsansätzen für eine im Sinne des Artenschutzes effiziente Kennzeichnungsmethode. Die vom IRV entwickelte Artenschutzfahne habe sich als Kennzeichnungssystem für Reptillederwaren etabliert. Seit 1987 wird sie als Legalitätsnachweis für artenschutzrechtlich einwandfreie Ware anerkannt und habe sich als verlässliche Alternative zur CITES Nachweisregelung in der Praxis bewährt. So sei Wilderei weitgehend durch ein Bestandsmanagement der Reptil-Arten durch Ranching (kontrollierte Entnahme aus einem bestimmten Areal) oder Farming (gezielte Zucht) ersetzt worden. Im Gegensatz zu anderen bedrohten Tier- oder Pflanzenarten haben sich laut dem IRV die Reptil-Bestände trotz bzw. wegen der kommerziellen Nutzung mit Ausnahmen von wenigen Arten weltweit erholt.
Ebenfalls anlässlich der Mitgliederversammlung wurde Torben Schütz als designierter Nachfolger von Manfred Junkert vorgestellt. Ab 2026 wird der 33-jährige Politikwissenschaftler die Nachfolge des jetzigen Hauptgeschäftsführers Manfred Junkert antreten. Schütz strebt an, die Wahrnehmung des IRV in der Öffentlichkeit zu stärken und zur Aufklärung der Konsumenten beizutragen.
Zum IRV gehören aktuell 36 Mitgliedsunternehmen, darunter Lederlieferanten und Lederwarenhersteller sowie Lederverarbeiter und sich anschließende Einzelhändler.