Auf der Pressekonferenz zur Messe ‘Outdoor’ in Friedrichshafen präsentierten Vorstandsvorsitzender Kim Roether und Vorstand Jochen Schnell die Halbjahreszahlen für 2016. Das Geschäft von Intersport Deutschland hat sich demzufolge im Vergleich zum Vorjahr leicht positiv entwickelt. „Durch den schwachen Winter waren unsere Händler bereits zu Beginn des Jahres unter Druck. Die Trendwende ist uns im Frühjahr gelungen, wenngleich der Sondereffekt der Fußballeuropameisterschaft erst recht spät eingesetzt hat. Das Premium-Produkt DFB-Trikot war so früh wie nie einem unglaublichen Preisdruck ausgesetzt. Das hat wichtige Margen im Fachhandel gekostet“, erklärte Roether. Für das gesamte Kalenderjahr 2016 rechnen die beiden Vorstände mit einem Umsatzplus von ein bis zwei Prozent.
Die erfreuliche Zwischenbilanz ist bislang vor allem auf die Segmente Outdoor und Teamsport zurückzuführen. Der Trend zur Bewegung in der Natur bleibt auch abseits von Wintersportaktivitäten ungebrochen. So konnte sich das Segment Outdoor mit einem Plus von 3% im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau nochmals steigern.
Jochen Schnell: „Outdoor spricht nach wie vor eine sehr breite Kundengruppe an. Die Entwicklung von McKinley macht uns ebenfalls Spaß. Mit einem Plus von 5% legt unsere stärkste Eigenmarke überproportional zu. Darüber hinaus haben sich Trikots, Bälle und Fanartikel zur Fußballeuropameisterschaft nach verhaltenem Start im Turnierverlauf sehr gut verkauft.“ Im Juni konnte die Intersport ihre Umsätze im Bereich Teamsport im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppeln.
Intersport Austria expandiert weiter
Die erste Hälfte des Sportjahres 2016 hat die Intersport Austria mit einem Umsatzplus von 11% abgeschlossen. Damit behauptet die österreichische Intersport ihre starke Position im umkämpften Sportartikelmarkt in der Alpenregion. Das Wachstum fällt auch im zweiten Jahr in Folge zweistellig aus und soll im Gesamtjahr 2016 und 2017 in gleichem Tempo fortgesetzt werden.
Mit über 13.400 qm zusätzlicher Verkaufsfläche in den neuen Shops in Wien, Vösendorf, Linz, Hartberg, Braunau und Innsbruck expandiert Intersport Austria weiter.
„Die Intersport-Kollegen schaffen 175 Arbeitsplätze an den neuen Standorten. Das macht uns stolz. Wir werden auch künftig in attraktive Flächen in Österreich investieren, um dort präsent zu sein. Unsere Strategie, mit unseren Händlern die noch vorhandenen weißen Flecken auf der Landkarte zu besetzen, ist mehr als erfolgreich. Mit diesem Spirit werden wir auch die nächsten zehn geplanten Projekte umsetzen“, sagte Mathias Boenke, Geschäftsführer Intersport Austria.
Eine Herausforderung bleibt die Entwicklung der Märkte im Osten. Dort sind laut Intersport nach und nach unrentable Flächen geschlossen worden. Die Marktbereinigung verlaufe im Rahmen der Erwartungen planmäßig. Im ersten Halbjahr 2016 verzeichnet die Intersport in der Slowakei ein Minus von 12%, in Tschechien von 6%, in Ungarn von 3% und in Polen ein Minus von 4%.
Digitalisierung steht im Fokus
Die Intersport-Gruppe und ihre Mitglieder für die digitale Welt zu rüsten, sei das wichtigste strategische Ziel überhaupt, so Kim Roether. „Die Digitalisierung stellt die komplette Handelslandschaft vor große Herausforderungen. Wir müssen unsere Prozesse und Systeme konsequent darauf ausrichten. Der Schlüssel zum Erfolg wird die intelligente Nutzung unserer Daten sein. Es ist unser Ziel, für unsere Händler die vorhandenen Kunden-, Flächen- und Marktdaten so zu verknüpfen, dass wir konkrete Handlungsempfehlungen zur Steuerung der Geschäfte ableiten können“, unterstrich Intersport-Vorstandschef Roether.
Mit ausgewählten Händlern sei man zur Analyse von Kunden- und Flächendaten bereits in die Umsetzung gegangen. Ein Beispiel ist das ganzheitliche Konzept FitGesund, das ab August auf mehr als 300 Verkaufsflächen ausgerollt werden soll. Darüber hinaus hat die Intersport eine Kooperation mit der Commerce Connector GmbH geschlossen. Online-Kunden, die auf Webseiten von Marken nach Produkten suchen, werden über eine Verfügbarkeitsanzeige direkt in die verbundenen Geschäfte geleitet.