Trotzdem verzichten Sie bei The Curt bewusst auf eine klassische limitierte Drop-Logik?
Genau. Beim ersten Schuh hatten wir einen begrenzten Drop. Wir produzieren The Curt bedarfsorientiert und vermeiden so Überbestände. Deshalb haben wir auch keine feste Zahl, von der wir sagen: So viele Paare müssen wir verkaufen. Entscheidend ist, wie groß das tatsächliche Interesse ist.
Bisher läuft der Vertrieb über den eigenen Onlineshop. Ist der klassische Sneaker- oder Schuhfachhandel eine Option?
Im Moment liegt der Fokus auf unserem eigenen Kanal E-Commerce. Wir beobachten natürlich den Markt und wenn sich interessante Optionen ergeben, schauen wir uns das an.
Der Name The Curt verweist auf Curt Mast, den Erfinder der Jägermeister-Rezeptur. Wie wichtig sind solche Details?
Sehr wichtig. Nicht jede und jeder wird die Referenz sofort erkennen, aber genau das macht sie interessant. Wir mögen Produkte, die mehr erzählen, als man auf den ersten Blick sieht. Der Name The Curt ist eine Hommage an Curt Mast und damit an die Herkunft unserer Marke. Wer tiefer eintaucht, entdeckt weitere Ebenen und Zusammenhänge. Diese Art von Storytelling verleiht einem Produkt Charakter und macht es langfristig interessanter.
Ist Footwear damit für Jägermeister künftig ein dauerhaftes Thema?
Die Silhouette von The Curt eröffnet uns natürlich die Möglichkeit, weitere Varianten zu entwickeln. Wir werden schauen, welche Produkte sinnvoll zur Marke und zu den Interessen unserer Community passen. Jägermeister ist und bleibt eine Spirituosenmarke. Footwear ist für uns kein neues Geschäftsfeld, sondern eine kreative Plattform, um die Marke in relevanten kulturellen Kontexten erlebbar zu machen.