Der Onlineanteil im österreichischen Schuhhandel ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Wie aus der aktuellen Studie „Onlinehandel Österreich 2026“ von Regio Data Research hervorgeht, entfallen inzwischen 35,7 % der Schuhausgaben auf den Onlinehandel. Im Jahr 2019 lag der Anteil noch bei 27 %. Das entspricht einem Zuwachs von 8,7 Prozentpunkten.
Damit gehören Schuhe zu den Warengruppen mit dem höchsten Onlineanteil in Österreich. Lediglich Elektroartikel, Foto- und Computerprodukte liegen mit rund 43 % darüber. Bei Bekleidung beträgt der Onlineanteil 31 %, bei persönlichen Gebrauchsgegenständen 32,6 %. Besonders nach den pandemiebedingten Schwankungen hat der Onlinehandel im Schuhsegment wieder an Bedeutung gewonnen.
Insgesamt erreicht der österreichische Onlinehandel laut Regio Data ein Volumen von 12,4 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von 16,4 % am gesamten Einzelhandelsumsatz. Internationale Plattformen spielen dabei eine wichtige Rolle. Amazon kommt einschließlich seines Marktplatzgeschäfts auf einen Anteil von rund 35 % am österreichischen Onlinehandel. Auf die Plattformen Temu, Shein und Ali Express entfallen zusammen 7,9 %, während Zalando einen Anteil von 3,7 % erreicht.
Die Entwicklung verdeutlicht die zunehmende Bedeutung digitaler Vertriebskanäle für den österreichischen Einzelhandel. Für den stationären Schuhfachhandel wächst damit die Herausforderung, sich gegenüber Onlineanbietern zu positionieren.