„Der Checkout entwickelt sich zu einer intelligenten, vernetzten Plattform, die Effizienz, Flexibilität und Innovationskraft vereint. Händler positionieren sich bereits jetzt für die Ära des vernetzten Handels“, so Studienautor Cetin Acar.
Die Zahl der Kassensysteme und Betriebe sinkt weiter. Aktuell sind 904.300 Kassen (2024: 931.000) in 473.700 Betrieben (2024: 498.200) im Einsatz. Ursachen sind vor allem Geschäftsschließungen und der anhaltende Wettbewerbsdruck durch den Onlinehandel. Auch Self-Checkout-Systeme konnten diesen Rückgang bislang nicht kompensieren.
Im Fokus der Händler stehen drei Handlungsfelder: 60 % sehen den größten Bedarf bei der Unterstützung durch Künstliche Intelligenz (2024: 33 %). Self-Service-Lösungen folgen mit 56 %, mobile Geräte mit Kassenfunktion nennen 48 % der Befragten.
Der Investitionsdruck steigt. Das Durchschnittsalter der Kassenhardware liegt bei 5,9 Jahren (2024: 5,5 Jahre), die Kassensoftware ist im Schnitt 6,9 Jahre alt (2024: 6,4 Jahre). Dennoch bremsen hohe Energiekosten und ein schwaches Konsumklima größere Investitionen.
Nur 22 % planen einen vollständigen Systemaustausch. Stattdessen setzen viele Händler auf gezielte Erneuerungen einzelner Komponenten wie Scanner oder Displays. Insgesamt wollen 88 % in den kommenden zwei Jahren Veränderungen an ihrer Kassenhardware vornehmen. Rund die Hälfte plant zudem einen Wechsel der Kassensoftware – mit wachsendem Interesse an individuell angepassten Lösungen zur Integration neuer Funktionen wie kontaktloses Bezahlen oder Loyalty-Programme.