Nach Angaben des Verbands stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,6 % auf rund 20,4 Mrd. Euro. Die Daten basieren auf einer Verbraucherbefragung und umfassen den Krieg im Nahen Osten sowie die verschärfte Energiekrise.
Besonders deutlich legten demnach Warengruppen des täglichen Bedarfs zu. Die Umsätze mit Lebensmitteln stiegen um 12,3 %, Drogerie- und Kosmetikartikel um 10,1 %. Auch Online-Apotheken verzeichneten mit einem Plus von 9,8 % ein kräftiges Wachstum. Im Modebereich zeigte sich der Markt stabil: Bekleidung wuchs um 3,6 %, Schuhe um 3,7 %. Zuwächse gab es zudem bei Hobby- und Freizeitartikeln mit 6,2 % sowie bei Baumarktartikeln und Blumen mit 5 %. Kaum Bewegung zeigte sich dagegen bei Unterhaltungsmedien: Verkäufe von (Hör-)Büchern und E-Books stagnierten laut BEVH.
Unterschiede gab es auch bei den Vertriebskanälen. Während reine Onlineshops nur um 0,6 % zulegten, erreichten stationäre Händler mit Onlinegeschäft ein Plus von 3,9 %. Online-Marktplätze wuchsen mit 5,2 % erneut am stärksten.
Die asiatischen Plattformen Temu, Shein und Ali Express steigerten ihren gemeinsamen Umsatz im ersten Quartal um 12,9 % auf 990 Mio. Euro. Ihr Marktanteil am gesamten Onlinehandel wuchs damit von 4,5 auf 4,9 %.
Der Verband sieht den Onlinehandel damit zwar auf einem stabilen, aber gedämpften Erholungskurs: „Die krisenbedingt nachlassende Konsumlaune konnte den Onlinehandel bisher nicht herunterreißen. Das kann jedoch der Bundesregierung gelingen. Die wahre Belastungsprobe kommt, sollte die Mehrwertsteuer tatsächlich angehoben werden“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des BEVH.