Nach der Studie „The Human and the Agent – The State of Agentic Commerce in Europe“ haben 56 % der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher KI bereits beim Einkaufen eingesetzt. Weitere 27 % können sich eine künftige Nutzung vorstellen.
In Deutschland liegt der Nutzeranteil bei 52 %. Damit ist die Verbreitung gegenüber einer vergleichbaren Befragung vom September 2025 gestiegen, als 44 % angaben, KI-Einkaufshilfen zu verwenden. Weitere 28 % der deutschen Befragten zeigen sich grundsätzlich offen für eine Nutzung. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland hinter Spanien mit 67 %, Polen mit 63 % und Italien mit 60 %.
Eingesetzt wird KI bislang vor allem als Recherche- und Beratungshilfe. 32 % der Befragten nutzen entsprechende Anwendungen für Preisvergleiche, 24 % für den Vergleich von Produkten und 22 % für die Zusammenfassung von Kundenbewertungen. Die vollständige Kaufentscheidung wollen dagegen nur 8 % der europäischen KI-Nutzer an die Technologie übertragen. In Deutschland liegt dieser Anteil bei knapp 6 %.
Auch für Mode- und Schuhhändler verändert sich damit die digitale Produktsuche. KI-Systeme können Produkte vergleichen, Bewertungen auswerten und Empfehlungen zusammenstellen. Die eigentliche Bestellung und Bezahlung bleiben nach den Ergebnissen der Studie jedoch überwiegend in der Hand der Kundinnen und Kunden.
Eine zentrale Hürde bleibt das Vertrauen in die Technologie. Europaweit nennen 37 % Datenschutz- und Sicherheitsbedenken, 32 % befürchten eine Beeinflussung durch KI und 30 % den Verlust des menschlichen Kontakts. In Deutschland ist der Anteil der Befragten, die Datenschutz als wichtigstes Bedenken nennen, von 52 % im Jahr 2025 auf 30 % im Jahr 2026 gesunken.