Handwerksarbeit hat sich das französische Designhaus, das 1968 gegründet wurde und heute in zweiter Generation von Cathrine Hélaine geführt wird, von Anfang an auf die Fahne geschrieben. Auch der verjüngte Auftritt, der vor fünf Jahren begann, hält sich an die Werte des Produktwissens und des Designs. Die Bildsprache im Fotoshooting für H/W 2023/24 ist anspruchsvoll und fokussiert die Schuhe, während die Outfits verschwommen dargestellt werden. Die neue moderne Ausrichtung zeigt etwa zweifarbige so genannte Neo Sneaker mit dynamischer Zackensohle und Courrèges-Anklängen im Stil der 60er Jahre. Oder hybride Sneaker, die mit Kuhfell verarbeitet sind. Für Arche seien das tolle Sneaker-Varianten, die momentan gefragt seien. Dennoch ist das Design typisch Arche, in klarer Linienführung und geschmackvoller Farbgebung. Ein Hingucker ist auch eine exklusiv verarbeitete Sohle, die den Verlauf der Loire am Firmensitz in Touraine zeigt. Und die Latexsohle ist flexibel. Deshalb werde der Schuh von vielen Frauen auch gerne barfuß getragen. Modisch kommen auch weiße Lederstiefel und eine Stiefelette im Pythonlook daher. Bei den Farben dominieren Grüntöne, Khaki, Bordeaux, Naturtöne, Grau, Schwarz, Blauvarianten, Orange und Metallic. Die Kollektion umfasst rund 120 Modelle, 60% sind Iconic Modelle und 40% Mode. „Das funktioniert gut im Sortiment“, so Frédéric Jacob.
Mit dem zeitlosen Design und der hochwertigen Verarbeitung scheint Arche richtig zu liegen. „Wir haben in dieser Ordersaison ein globales Plus von 15% erreicht und sind sehr optimistisch“, freute sich Frédéric Jacob anlässlich der Shoes in Düsseldorf. Die Bestseller würden gute Abverkaufsquoten bringen und sie würden nicht reduziert. Die Verkaufspreise seien mit 180 bis 500 Euro herausfordernd, aber die Arche-Schuhe hätten ihre Fangemeinde. „Für uns ist es wichtig, dass unsere Kunden eine gute Marge erzielen,“ betont der General Manager. Geliefert werde nach Auftrag, durch die Produktion in Frankreich seien die Wege kurz und die Ware komme pünktlich an. In dieser Ordersaison habe er gemerkt, dass viele Kunden zu sehr auf Sneaker gesetzt hätten, die Endverbraucherinnen aber neue Alternativen mit Komfort suchen würden. Das komme der Marke entgegen. Sehr intensiv beschäftigt sich Arche mit Produktschulungen. Hinter jedem Schuh stehe eine kleine Geschichte, so Frédéric Jacob, und die DNA der Marke müsse in Fleisch und Blut übergehen.